Drei Männer jagten und zerlegten ein Guanako im Nahuel-Huapi-Park und müssen nun eine Geldstrafe von 6 Millionen Dollar zahlen.

In einem schwerwiegenden Vorfall für die patagonische Tierwelt werden drei Männer mit einer Millionenstrafe konfrontiert, weil sie innerhalb des Nationalparks Nahuel Huapi einen Guanako gejagt haben.

Die Angeklagten stimmten der Aussetzung des Verfahrens zu und werden somit keine Vorstrafen erhalten.

Den Beschuldigten wird vorgeworfen, Wilderei von Wildtieren betrieben zu haben, nachdem sie das Tier innerhalb des geschützten Naturraums erschossen und zerlegt hatten.

Jeder der drei Beschuldigten verpflichtete sich, eine Geldstrafe von 2 Millionen $ zu zahlen, die gespendet wird.

Die Gesamtstrafe, die auf 6 Millionen $ festgesetzt wurde, wird in drei aufeinanderfolgenden Raten an die Fundación Civil Ñacurutú gezahlt.

guanaco

Das Schicksal der verurteilten Jäger

Die Fundación Civil Ñacurutú fungiert als Rettungsnetzwerk und bietet Hilfe für wilde Tiere in San Martín de los Andes, Junín de los Andes, Villa La Angostura und den umliegenden Gebieten.

Diese Organisation arbeitet mit dem Refugio Aluminé in der Provinz Neuquén zusammen.

Zusätzlich zur Geldstrafe müssen die Angeklagten nun zusätzliche Bedingungen erfüllen, die der Richter wegen der Jagd auf diesen Guanako festgelegt hat.

Dazu gehört ein Bewusstseinskurs über illegale Jagd auf Wildtiere mit Schwerpunkt auf Zoologie.

Das Instituto Edutin Academy wird den Kurs abhalten, der eine Dauer von sechs Monaten und eine Abschlusszertifizierung haben wird.

Außerdem wurde eine freiwillige Sonderunfähigkeit für ein Jahr festgelegt, um Schusswaffen zu erwerben und zu benutzen.

Die Beschuldigten gaben auch ihre entsprechenden Jagderlaubnisse ab.

Nach Ablauf des Jahres und je nach Einhaltung der Vereinbarungen wird der Richter über eine mögliche Einstellung und Beendigung des Strafverfahrens entscheiden.

Wie die Jagd auf den Guanako entdeckt wurde

Das Verbrechen wurde am 8. Oktober begangen, als ein pensionierter Kommissar der Polizei von Neuquén meldete, er habe ein Fahrzeug mit mehreren Personen gesehen.

Der Zeuge beobachtete, dass Guanako-Exemplare zerlegt wurden.

Die Polizeibeamten näherten sich der Provinzstraße Nr. 63 und entdeckten drei Personen im Fahrzeug.

Dort fanden sie frische Überreste des durch das Gesetz Nr. 22.351 über Nationalparks geschützten Tieres.

Am Tatort wurden belastende Gegenstände beschlagnahmt:

  • Frische Guanako-Fleischstücke in Rucksäcken
  • Zwei Lendenstücke in der Ladefläche des Fahrzeugs
  • Zwei Schultern mit Fell
  • Schlachtmesser
  • Eine abgefeuerte Patrone Kaliber 223

Die Schusswaffe wurde während des Einsatzes nicht gefunden. Laut der Untersuchung soll eine vierte Person sie mitgenommen haben, nachdem sie vor dem Eintreffen der Behörden geflohen war.

Einer der Beschuldigten stellte sich freiwillig am 2. Dezember. Er übergab das Gewehr, das zur Jagd auf das Tier verwendet wurde, zusammen mit den Waffendokumenten und den entsprechenden Berechtigungen.

Nun müssen die Angeklagten die erste Rate der Geldstrafe zahlen, damit ihnen das am Tatort beschlagnahmte Fahrzeug zurückgegeben wird.

Die Einhaltung aller Bedingungen wird über den endgültigen Abschluss des Falls entscheiden.

Die wilde Tierwelt des Nationalparks Nahuel Huapi ist durch nationale Vorschriften geschützt.

Insbesondere der Guanako ist eine Art, die in patagonischen Naturgebieten besonderen Schutz benötigt.

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