Einer der Jugendlichen, der in Bahía Blanca den Biberratte zu Tode getreten hat, wird von der Universität suspendiert und vor ein akademisches Gericht gestellt.

Der Tod eines Bibers auf offener Straße in Bahía Blanca löste eine tiefe soziale Erschütterung aus und rückte erneut das Problem des Missbrauchs von Wildtieren in den Fokus. Der Vorfall, der in einem Video festgehalten wurde, das sich schnell verbreitete, führte zu gerichtlichen Maßnahmen und zu disziplinarischen Maßnahmen im universitären Bereich.

Der Vorfall ereignete sich in der Paraguay-Straße 500, wo zwei 18-jährige Jugendliche gefilmt wurden, während sie das Tier angriffen. Das Opfer war ein Biber, eine einheimische Art der argentinischen Feuchtgebiete, der zuvor vom Personal der Zoonose lokalisiert worden war, um gerettet zu werden.

Nach der Verbreitung der Bilder setzten sich Tierschutzorganisationen für Anzeigen ein, die eine Untersuchung zur Feststellung der Verantwortlichkeiten und zur Anwendung der entsprechenden Sanktionen ermöglichten.

Die einheimische Fauna Opfer menschlicher Grausamkeit: Zwei Jugendliche töteten einen Biber mit Tritten und filmten es. Foto: Telediario Digital.
Die einheimische Fauna Opfer menschlicher Grausamkeit: Zwei Jugendliche töteten einen Biber mit Tritten und filmten es. Foto: Telediario Digital.

Eine beispiellose Entscheidung im universitären Bereich

Die Nationale Technologische Universität beschloss über die Fakultät Regional Bahía Blanca, einen der beteiligten Studenten vorläufig zu suspendieren und ein akademisches Verfahren einzuleiten, um sein Verhalten zu bewerten.

Die Maßnahme wurde ergriffen, nachdem die Auswirkungen des Falls auf die Bildungsgemeinschaft analysiert wurden und festgestellt wurde, dass die aufgezeichneten Handlungen unvereinbar mit den Prinzipien des Respekts vor dem Leben und dem sozialen Engagement sind, die die Institution fördert.

Darüber hinaus eröffnete die Resolution ein disziplinarisches Verfahren, das von einem aus Lehrern, Absolventen und Studenten bestehenden Gremium bewertet wird. Dieses Organ wird die gesammelten Unterlagen analysieren und eine Empfehlung abgeben, die anschließend vom Direktionsrat behandelt werden muss.

Wie die gerichtliche Untersuchung voranschreitet

Parallel dazu schreitet das Strafverfahren vor den Gerichten voran. Die beiden Jugendlichen stehen vor Anklagen im Zusammenhang mit Tiermissbrauch sowie der Beeinträchtigung geschützter Wildtiere.

Im Rahmen der gerichtlichen Verfahren wurden elektronische Geräte beschlagnahmt, um Originalaufnahmen zu erhalten und die Abfolge der Ereignisse präzise zu rekonstruieren.

Darüber hinaus versuchen die Ermittler auch festzustellen, ob es die Beteiligung Dritter gab. Zu den untersuchten Hypothesen gehört die mögliche Beteiligung eines Jugendlichen, der später den Körper des Tieres entfernt haben könnte.

Die einheimische Fauna Opfer menschlicher Grausamkeit: Zwei Jugendliche töteten einen Biber mit Tritten und filmten es. Foto: Videoaufnahme.
Die einheimische Fauna Opfer menschlicher Grausamkeit: Zwei Jugendliche töteten einen Biber mit Tritten und filmten es. Foto: Videoaufnahme.

Welche Strafen für Tiermissbrauch in Argentinien gelten

Das argentinische Gesetz sieht Strafen für diejenigen vor, die Grausamkeit oder Misshandlung von Tieren ausüben. Das Gesetz 14.346 sieht Gefängnisstrafen für diejenigen vor, die ungerechtfertigtes Leid verursachen oder ein Tier durch gewalttätige Praktiken töten.

Wenn die Taten jedoch geschützte Wildtierarten betreffen, können auch Bestimmungen des Gesetzes 22.421 zum Schutz der Fauna angewendet werden. Diese Vorschriften beinhalten zusätzliche Sanktionen im Zusammenhang mit dem Schutz des Naturerbes.

Neben Freiheitsstrafen können die Verantwortlichen auch Untersagungen, Geldstrafen und Vorstrafen erwarten. In bestimmten Fällen schränken diese Maßnahmen die Möglichkeit ein, auf alternative Mechanismen zurückzugreifen, die die Durchführung eines mündlichen Verfahrens vermeiden.

Die ökologische Bedeutung des Schutzes von Wildtieren

Der Sumpfbiber oder Coipo spielt eine wesentliche Rolle in aquatischen Ökosystemen. Seine Anwesenheit trägt zum Gleichgewicht von Feuchtgebieten, Lagunen und Wasserläufen bei, wo er an wichtigen ökologischen Prozessen beteiligt ist.

Aus diesem Grund stellen Angriffe auf wilde Exemplare nicht nur eine Bedrohung für ein Individuum dar, sondern auch für den Erhalt der Biodiversität und das Funktionieren natürlicher Umgebungen.

Infolgedessen betonen Fachleute und Umweltorganisationen die Notwendigkeit, die Umweltbildung zu stärken, den Respekt gegenüber der einheimischen Fauna zu fördern und die effektive Anwendung der Gesetze sicherzustellen, die das argentinische Naturerbe schützen.

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