Einsatz gegen den Tierhandel in Entre Ríos: Über 80 Wildvögel in Villa Elisa gerettet

Am vergangenen 18. März führte die Polizei von Entre Ríos eine Durchsuchung in der Ortschaft Villa Elisa im Rahmen des Provinzjagdgesetzes Nr. 4841 durch. Die Operation ermöglichte die Beschlagnahmung von 80 Wildvögeln, die zu mehr als 27 verschiedenen Arten gehören, sowie zahlreicher Fanggeräte.

Unter den geretteten Exemplaren stachen gelbe Kardinäle und blaue Kardinäle hervor, Arten, die als natürliches Denkmal von Entre Ríos gelten. Der gelbe Kardinal ist insbesondere vom Aussterben bedroht, was die rechtliche Situation der Verantwortlichen verschärft.

Beschlagnahmte Gegenstände

Die Behörden beschlagnahmten:

  • 36 Käfige und 11 Fallen.
  • Ein Fischernetz und eine Otterfalle.
  • 7 große Volieren, die aufgrund ihrer Größe vor Ort unbrauchbar gemacht wurden.

Die Vögel wurden unter ein striktes Quarantäneprotokoll gestellt, um ihren Gesundheitszustand vor einer möglichen Freilassung zu bewerten. Die beschlagnahmten Gegenstände stehen der Generaldirektion für Überwachung und natürliche Ressourcen zur Verfügung.

Institutionelle Koordination

Die Operation war das Ergebnis einer gemeinsamen Anstrengung zwischen:

  • Der Brigade Abigeato Colón, die der Generaldirektion für Prävention von ländlichen Straftaten untersteht.
  • Der Polizeistation von Villa Elisa.
  • Der Stiftung Tekove Mymba.

Die Justiz spielte eine Schlüsselrolle in der Schnelligkeit des Falls, wobei der Garantierichter Dr. Jesús Penayo Amaya den gerichtlichen Befehl erließ, der die Intervention ermöglichte.

aves silvestres
Bei einer Operation wurden in Villa Elisa 80 Wildvögel gerettet.

Der Vogelhandel in Argentinien

Der Fang und illegale Handel mit Vögeln ist die zweithäufigste Ursache für den Verlust der Biodiversität im Land:

  • Jedes Jahr werden etwa 150.000 einheimische Vögel illegal gefangen.
  • Nur 10% überleben den Transport- und Gefangenschaftsprozess.
  • Mehr als 135 Arten sind betroffen, darunter der gelbe Kardinal, der Stieglitz und die Drossel.

Bedeutung des Kampfes gegen den Tierhandel

  • Erhaltung der Biodiversität: Die Entnahme stört die Ökosysteme und bedroht gefährdete Arten.
  • Tierschutz: Die meisten sterben an Erstickung, Überfüllung oder Misshandlung.
  • Öffentliche Gesundheit: Der illegale Handel begünstigt die Übertragung von Zoonosen.
  • Rechtsrahmen: Das nationale Gesetz Nr. 22.421 verbietet den Fang und Handel mit Wildtieren und bestraft Tiermisshandlung.
  • Bürgerbewusstsein: Der Verzicht auf den Kauf von Wildvögeln ist entscheidend, um den Nachfragezyklus zu durchbrechen, der dieses illegale Geschäft unterstützt.

Die Operation in Villa Elisa stellt einen bedeutenden Fortschritt im Kampf gegen den Tierhandel in Argentinien dar. Die Rettung von 80 Wildvögeln, von denen mehrere vom Aussterben bedroht sind, zeigt die Notwendigkeit, Kontrollen zu verstärken, Verantwortliche zu bestrafen und das Bürgerbewusstsein zu fördern: Vögel sollten in Freiheit leben, nicht in Gefangenschaft.

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