Seit dem 1. Mai 2026 ist die Sportjagd im Partido de Pergamino verboten, wie von der Direktion für Flora und Fauna der Provinz Buenos Aires verfügt. Die Maßnahme zielt darauf ab, die Biodiversität zu erhalten, das Gleichgewicht der Ökosysteme zu gewährleisten und die Sicherheit im ländlichen Raum zu verstärken.
Die Verwaltungsverfügung DISPO-2026-71, Artikel 1° legt das Verbot der Kleinwildjagd bis zum 2. August in Pergamino und anderen Partidos wie General Alvear, Villarino, Lezama und General Las Heras fest.
Rechtliche und umweltbezogene Grundlagen
Die Regelung stützt sich auf das Provinzgesetz Nr. 10.081, das folgendes verbietet:
- Massenerfassungsmethoden von Vögeln und Wildtieren.
- Bildung von Jagdtrupps zu Fuß oder zu Pferd.
- Verwendung von Schleudern, Netzen, Fallen, giftigen Substanzen und nicht autorisierten Waffen.
- Einsatz von Windhunden zur Hasenjagd.
Diese Einschränkungen sollen eine wahllose Ausbeutung verhindern und eine nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen fördern.
Kontrollen und ländliche Sicherheit
Das Sicherheitssekretariat von Pergamino kündigte an, die Kontrollen auf ländlichen Wegen und in periurbanen Gebieten zu verstärken. Darüber hinaus wurden Meldelinien für die Bürger eingerichtet:
- Telefon: 2477-497101
- WhatsApp Ojos en Alerta Rural: 2477-509301
Die Zusammenarbeit der Nachbarschaft wird als wesentlich angesehen, um Wilderei zu verhindern und schnell auf Verstöße zu reagieren.

Argumente für das Verbot
Tierschutzverteidiger und Umweltorganisationen heben hervor:
- Tierschutz: Die Jagd aus Freizeitgründen wird als unnötige Misshandlung angesehen.
- Artenerhaltung: Die Jagdaktivität verändert die natürliche Selektion, indem sie starke und fortpflanzungsfähige Exemplare eliminiert.
- Ethik und Rechte: Die Kommerzialisierung des Wildlebens wird in Frage gestellt, insbesondere in privaten Jagdgebieten für ausländische Touristen.
- Alternativen zur Populationskontrolle: Angesichts invasiver Arten wie dem europäischen Wildschwein werden ethische und ökologische Methoden anstelle der Sportjagd gefördert.
Nationale Dimension
Die Maßnahme ist im Rahmen des Nationalen Gesetzes 22.421 zu sehen, das die Wildtiere in Argentinien schützt. Verbote wie das in Pergamino zielen darauf ab, Tiermisshandlungen zu stoppen und die Veränderung der Ökosysteme zu verhindern, und stärken das Engagement des Landes für den Erhalt seiner Biodiversität.
Das Verbot der Sportjagd in Pergamino stellt einen bedeutenden Schritt zum Schutz der einheimischen Fauna und der ländlichen Sicherheit dar. Mit verstärkten Kontrollen, Bürgerbeteiligung und rechtlicher Unterstützung trägt die Maßnahme dazu bei, die Biodiversität zu bewahren und eine ethischere und verantwortungsvollere Beziehung zur Natur zu fördern.



