Historischer Fund in Ecuador: Erstmals ein Anden-Tapir in Quito gesichtet, ein Symbol des Naturschutzes in den Anden

Am 27. April, anlässlich des Welt-Tapir-Tages, wurde der Anden-Tapir (Tapirus pinchaque) erstmals in der Ostkordillere des Metropolitanen Distrikts Quito (DMQ) registriert.

Die Entdeckung gelang durch einen aufwendigen Prozess der Überwachung mit Fotofallen im Rahmen einer gemeinsamen Forschung zwischen dem Umweltsekretariat, dem Umweltfonds und dem Labor für Ökologie und Raubtierkonservierung der Universidad San Francisco de Quito (USFQ).

Dieses Ereignis positioniert Quito als ein Schlüsselgebiet für den Erhalt der Biodiversität und verstärkt die Notwendigkeit, Maßnahmen zum Schutz und zur Wiederherstellung der Ökosysteme zu stärken.

Der „Architekt des Waldes“

Der Anden-Tapir ist bekannt als der Architekt des Waldes aufgrund seiner Rolle bei der Regeneration der Ökosysteme: Er verbreitet Samen über große Entfernungen und trägt zum ökologischen Gleichgewicht bei. Seine Anwesenheit ist ein direkter Indikator für eine gute Umweltgesundheit in den Páramos und Nebelwäldern.

In Ecuador gibt es zwei Tapirarten: den Amazonas- und den Anden- oder Bergtapir. Letzterer ist kritisch vom Aussterben bedroht, mit weniger als 2.500 Individuen, die sich auf Ecuador, Peru und Kolumbien verteilen.

Bedeutung seiner Erhaltung

  • Ökosystem-Ingenieur: verbreitet Samen und regeneriert Wälder.
  • Wasserschützer: Sein Lebensraum in den Páramos reguliert die lebenswichtige Wasseraufnahme für Gemeinden und Landwirtschaft.
  • Kritisches Refugium: Ecuador ist eines der wenigen Länder, das Populationen dieser Art beherbergt.
  • Klimawandelminderung: Die Wälder, die er bewohnt, fungieren als Kohlenstoffsenken.
tapir andino
Der Anden-Tapir wurde erstmals in Quito registriert.

Hauptbedrohungen

Der Anden-Tapir steht vor:

  • Lebensraumverlust durch Landwirtschaft und Viehzucht.
  • Illegale Jagd.
  • Konkurrenz mit Vieh.
  • Überfahren auf Straßen.

Erhaltungsinitiativen

  • Projekt zur Erhaltung des Anden-Tapirs (PCTA): Populationsüberwachung im Llanganates-Sangay-Korridor, Umweltbildung und Gemeinschaftsbeteiligung.
  • Fundación Jocotoco: Einsatz von Fotofallen in privaten Reservaten.
  • Fundación Cóndor Andino: Überwachung der Biodiversität in Berglebensräumen.
  • Nationale Erhaltungsstrategie: Aktionsplan zum Schutz der drei Tapirarten in Ecuador.
  • Geschützte Gebiete: Der Sangay-Nationalpark und der Llanganates-Nationalpark sind entscheidend für ihr Überleben.

Die Registrierung des Anden-Tapirs in Quito ist ein historischer Meilenstein, der die Bedeutung der Erhaltung dieser emblematischen Art unterstreicht. Den Tapir zu schützen bedeutet nicht nur, ein bedrohtes Tier zu retten, sondern auch die Funktionalität von Ökosystemen zu sichern, die Wasser bereitstellen, das Klima regulieren und die Biodiversität der Anden unterstützen.

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