In der IV. Gerichtsbezirk von La Pampa tätigten der Staatsanwalt Nicolás Rojo und die Verteidigerin Soledad Trímboli Spenden an das Sozialprogramm INAUN und den Aeroclub von Victorica. Die Gelder stammten aus Gerichtsverfahren wegen Wilderei, die durch das „Opportunitätsprinzip“ gelöst wurden, das es ermöglicht, die Entschädigung an lokale Institutionen zu kanalisieren.
Das INAUN erhielt einen 50-Zoll-Fernseher für Freizeitaktivitäten, während der Aeroclub Materialien für die Wartung der Landebahn und hochbelastbare Farbe erhielt. Die Initiative zielt darauf ab, dass Sanktionen in konkrete Vorteile für die Gemeinschaft umgesetzt werden.
Hintergrund der Maßnahme
Im April einigten sich drei Jäger aus Buenos Aires und Córdoba, die wegen Wilderei bestraft wurden, mit der Justiz darauf, eine Million Pesos als Entschädigung für die im JIN 21 verursachten Schäden zu zahlen.
Laut Staatsanwalt Rojo ist das Ziel, dass die Entschädigungen „nicht abstrakt bleiben“ und in greifbare Beiträge umgewandelt werden.
Gründe zur Bekämpfung der Wilderei
Die Provinz betrachtet diesen Kampf als entscheidend für:
- Erhaltung der Tierwelt: Vermeidung von Populationsrückgängen und irreversiblen Schäden an einheimischen Arten.
- Öffentliche Sicherheit: Eindämmung des illegalen Waffenbesitzes auf Privatgrundstücken und Verhinderung von damit verbundenen Straftaten wie Viehdiebstahl.
- Wirtschaft und Tourismus: Schutz natürlicher Ressourcen, die den Ökotourismus in Gebieten wie dem Parque Luro unterstützen.

Kontrollstrategien
La Pampa implementiert Operationen, die kombinieren:
- Luftüberwachung mit thermischen Drohnen.
- Patrouillen in strategischen ländlichen Gebieten wie Victorica und General Acha.
- Strenge Geldstrafen und Sperren, um Wiederholungstaten zu verhindern.
Ziele der Sanktionen
Die Geldstrafen, die über 2 Millionen Pesos hinausgehen können, zielen darauf ab:
- Abschreckende Wirkung: Beseitigung des wirtschaftlichen Anreizes für Wilderei.
- Erhaltung der Biodiversität: Vermeidung der wahllosen Tötung einheimischer Arten.
- Sperrung: Vorübergehendes oder dauerhaftes Verbot der Jagdtätigkeit.
- Kontrolle der verbundenen Risiken: Reduzierung des illegalen Transports von Jagdhunden und der Übertragung von Krankheiten.
Rechtsrahmen
Die Verstöße werden gemäß dem Provinzgesetz zur Erhaltung der Wildtiere (Gesetz 1194) bestraft, durch das System der „Tagessätze“, deren Wert sich nach dem Kraftstoffpreis berechnet. Die eingenommenen Gelder werden an gemeinnützige Institutionen weitergeleitet, wodurch die Verbindung zwischen Justiz und Gemeinschaft gestärkt wird.
Die Modalität, die Geldstrafen für Wilderei an lokale Institutionen zu vergeben, stellt einen innovativen Fortschritt in der Justiz von La Pampa dar. Es wird nicht nur ein Verbrechen bekämpft, das die Biodiversität bedroht, sondern es werden auch konkrete Beiträge für die Gesellschaft generiert, die das Umweltbewusstsein und das Gemeinschaftsengagement stärken.



