Der Stadtrat von General Pueyrredon hat eine entscheidende Änderung in der Taxi-Verordnung genehmigt: Ab sofort können die Fahrer entscheiden, ob sie Haustiere (Hunde und Katzen) in ihren Fahrzeugen transportieren möchten.
Die Maßnahme hebt das ausdrückliche Verbot auf, das seit der Verordnung 4471 galt, und eröffnet eine beispiellose Alternative für die urbane Mobilität von multiespezifischen Familien.
Die Entscheidung wurde in die Aktualisierung der Dienstleistungsbedingungen aufgenommen, die auch die Nutzungsdauer von Taxis und Remisen von 10 auf 15 Jahre verlängerte. Obwohl die Fahrer nicht verpflichtet sind, gibt ihnen die Regelung die Befugnis, Fahrten mit Haustieren zu akzeptieren oder abzulehnen.
Wie die neue Regelung funktioniert
- Ein Taxifahrer mit freier Flagge darf den Dienst nicht verweigern, außer aus Gründen der Kapazität, Hygiene oder Sicherheit.
- Die genehmigte Klausel legt fest, dass der Transport von Tieren im alleinigen Ermessen des Fahrers liegt.
- Passagiere unterliegen nicht mehr einem allgemeinen Verbot, was Fahrten zu Tierärzten, Umzügen oder alltäglichen Fahrten mit ihren Haustieren erleichtert.

Bedeutung des „haustierfreundlichen“ öffentlichen Verkehrs
Die Maßnahme fügt sich in einen globalen und nationalen Trend ein, der auf inklusivere und nachhaltigere Städte abzielt:
- Soziale Gerechtigkeit: ermöglicht es Personen ohne eigenes Fahrzeug, legal mit ihren Tieren zu reisen.
- Öffentliche Gesundheit und Notfälle: erleichtert den Zugang zu Impfkampagnen, Kastrationen und Tierkliniken.
- Reduzierung der Aussetzung: beseitigt Mobilitätsbarrieren, die oft zur Aussetzung führen, weil der Transport nicht möglich ist.
- Emotionales Wohlbefinden: stärkt die familiäre Bindung und reduziert den Stress der Tiere, wenn sie ihre Betreuer begleiten.
- Städtische Nachhaltigkeit: fördert die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel anstelle von Privatfahrzeugen, reduziert Emissionen und Verkehr.
Beispiele in Argentinien
- CABA: Das Gesetz 5687 erlaubt den kostenlosen Transport von kleinen Hunden und Katzen in der U-Bahn an Wochenenden und Feiertagen unter bestimmten Bedingungen (letzter Wagen, geschlossener Transportbehälter und Nachweis der Tollwutimpfung).
- Fernverkehr: Die Resolution 2076/2025 erlaubt es, Hunde und Katzen bis zu 10 kg in nationalen Bussen und Zügen in einem geschlossenen Transportbehälter und mit Gesundheitsbuch mitzunehmen.
Die Zulassung von „haustierfreundlichen“ Taxis in Mar del Plata stellt einen Fortschritt hin zu einer inklusiven urbanen Mobilität dar, die Tiere als Teil des täglichen Lebens von Familien anerkennt.
Obwohl die endgültige Entscheidung in den Händen jedes Fahrers liegt, eröffnet die Aufhebung des historischen Verbots einen Weg zu gerechteren, nachhaltigeren und tierfreundlicheren Städten.



