Brasilien setzt auf eine innovative Lösung, um die Dürre zu bekämpfen: einen 145 Kilometer langen künstlichen Fluss.
Das Projekt, bekannt als Cinturão das Águas do Ceará (CAC), steht kurz vor dem Abschluss, mit einem Fortschritt von 91 % ab Dezember 2025, und soll bis Juni 2026 fertiggestellt sein, wie Fernando Santana, Sekretär für Wasserressourcen von Ceará, mitteilte.
Diese beeindruckende Infrastruktur soll Wasser aus dem Projekt zur Integration des São Francisco-Flusses in die trockenen Gebiete im Landesinneren von Ceará transportieren, wo der Mangel an Regen eine ständige Herausforderung darstellt.
Der erste Abschnitt des CAC erstreckt sich von der Talsperre Jati bis zum Fluss Cariús in Nova Olinda und nutzt eine Kombination aus offenen Kanälen, Siphons und Tunneln.
Ein wesentlicher Aspekt dieses Projekts ist die effiziente Nutzung der Schwerkraft zur Wasserbewegung, wodurch der ständige Pumpbedarf reduziert wird.
Dies verringert nicht nur die Energiekosten, sondern macht das System auch nachhaltiger, mit einer Kapazität von bis zu 30 Kubikmetern pro Sekunde.
Ein künstlicher Fluss als Lösung
Das potenzielle Ausmaß des CAC ist erheblich. Das Sekretariat für Wasserressourcen von Ceará schätzt, dass das System direkt 561.000 Menschen in 24 Gemeinden zugutekommen wird.
Darüber hinaus könnte es durch die Verbindung mit dem Eixão das Águas die Wasserversorgung für mehr als fünf Millionen Einwohner verbessern, einschließlich derer in der Metropolregion von Fortaleza. Die Priorität für die Nutzung dieses Wassers liegt beim menschlichen Verbrauch, gefolgt von industriellen, touristischen, landwirtschaftlichen und Viehzwecken.
Es ist wichtig klarzustellen, dass das Fehlen von Wasser in einigen Abschnitten des Kanals nicht auf ein Versagen des Systems hindeutet. Laut der Regierung von Ceará wird der Wasserfluss je nach Bedarf angepasst, insbesondere während der Dürreperioden oder wenn Teile des Projekts abgeschlossen werden.
Dies stellt sicher, dass das System betriebsbereit ist, wenn es am meisten benötigt wird, und seine Effektivität bereits bewiesen hat, wie im Februar 2024, als Wasser vom Kilometer 53 zum Stausee Castanhão freigesetzt wurde, um die Versorgung für 4,5 Millionen Menschen zu verstärken.
Das Ziel des CAC ist ehrgeizig: 12 Wassereinzugsgebiete in Ceará mit dem São Francisco-Fluss zu verbinden. Obwohl das Projekt groß angelegt ist, ist sein Zweck einfach: Wasser dorthin zu bringen, wo der Regen selten fällt.
In einer Region, in der der Mangel an Wasser die Landwirtschaft, die Wirtschaft und das tägliche Leben beeinträchtigt, könnte dieses Werk einen bedeutenden Unterschied machen.



