Diverse nationale und regionale Behörden sowie Vertreter der Zivilgesellschaft trafen sich im Biokorridor El Trebal, Rinconada de Maipú, um die Aufnahme des Flusses Mapocho als städtisches Feuchtgebiet zu feiern.
Die Maßnahme wurde diesen Monat durch die Ausnahmeresolution Nr. 9638/2025 des chilenischen Umweltministeriums offiziell, die das Gewässer in seiner gesamten Ausdehnung innerhalb der Metropolregion unter dieser Schutzkategorie anerkennt.
Insgesamt sind es 647 Hektar, die 13 Gemeinden durchqueren: Cerro Navia, Independencia, Las Condes, Lo Barnechea, Maipú, Padre Hurtado, Providencia, Pudahuel, Quinta Normal, Recoleta, Renca, Santiago und Vitacura.
Ein gemeinsamer Einsatz
Die Kategorisierung war dank eines gemeinsamen Antrags der Gemeinden und zivilgesellschaftlicher Organisationen wie dem Biokorridor Mapocho Trebal möglich, die die Initiative vorangetrieben haben. Es sei daran erinnert, dass der Fluss Mapocho 16 Gemeinden durchquert und in El Monte, Peñaflor und Talagante diese Kategorie bereits zuvor festgelegt wurde.
Die Umweltministerin, Maisa Rojas, betonte:
„Heute bin ich sehr glücklich über diese Erklärung, denn 13 Gemeinden haben nun dieses Naturerbe in ihren Gebieten.“
Der Gouverneur der RM, Claudio Orrego, fügte hinzu:
„Die Vorteile, die uns dieser Fluss bringt, sind immens: Er senkt die Temperatur, ist ein Zufluchtsort für die Biodiversität und mindert Schäden durch Überschwemmungen. Vor mehr als drei Jahren träumten wir von einem sauberen und grünen Mapocho, heute ist es Realität.“
Lokale Stimmen
Der Bürgermeister von Maipú, Tomás Vodanovic, bezeichnete den Tag als „historischen Tag“:
„Nach mehreren Jahren der Arbeit vieler Akteure ist es uns gelungen, einen der schönsten Schätze der Metropolregion, den Fluss Mapocho, zu schützen.“
Die Umweltministerin der RM, Sonia Reyes, unterstrich die Bedeutung der zukünftigen Erhaltung:
„Wir erarbeiten den Präventions- und Dekontaminierungsplan für das Maipo-Flussbecken, der den Mapocho und dieses Feuchtgebiet umfasst. Er wird die Verschmutzung reduzieren, die Wasserqualität verbessern und eine nachhaltigere Zukunft für die Region gewährleisten.“

Umwelt- und Klimavorteile
Das Umweltministerium betonte, dass der Fluss Mapocho entscheidend für den Schutz der Biodiversität und zur Minderung der Auswirkungen des Klimawandels ist. Zu seinen Vorteilen gehören:
- Minimiert die Überschwemmungen im Winter.
- Hilft, die hohen Temperaturen im Sommer zu senken.
- Funktioniert als Zufluchtsort für die Biodiversität.
Der Fluss ist Lebensraum für mehr als 80 Arten:
- 8 endemische.
- 57 einheimische.
- 16 exotische.
Darunter sind die chilenische Frosch (Calyptocephalella gayi), der chilenische Pejerrey (Basilichthys australis), der Bagrecito (Trichomycterus aerolatus) und die Langschwanznatter (Philodryas chamissonis).
Ein nationaler Fortschritt
Mit der Aufnahme des Flusses Mapocho gibt es bereits 145 Gebiete, die in Chile als städtische Feuchtgebiete deklariert sind, von denen sich 17 in der Metropolregion befinden. Diese Anerkennung stärkt das Netzwerk des Umweltschutzes und markiert einen Meilenstein im Management der städtischen Ökosysteme des Landes.
Die Erklärung des Flusses Mapocho als städtisches Feuchtgebiet stellt einen kollektiven Erfolg von Gemeinden, zivilgesellschaftlichen Organisationen und nationalen Behörden dar. Über seinen symbolischen Wert hinaus sichert sie den Schutz eines vitalen Ökosystems für die Biodiversität, die Klimaregulierung und die Lebensqualität von Millionen von Einwohnern der Metropolregion.



