Das alarmierende Bienensterben gefährdet die globale Ernährungssicherheit

Das Verschwinden und der Rückgang der Bienen entwickelt sich zu einer der dringendsten Umweltkrisen mit direkten Auswirkungen auf die globale Ernährungssicherheit. Laut der FAO bedroht der rasche Rückgang der Bestäuber die Nahrungsmittelproduktion weltweit, insbesondere in Lateinamerika und der Karibik, wo weiterhin Probleme wie Armut und Hunger bestehen.

Bienen spielen eine entscheidende Rolle bei der Bestäubung von für die menschliche Ernährung wichtigen Kulturen und unterstützen zudem wichtige landwirtschaftliche Sektoren. Ohne ihre Hilfe wird die Verfügbarkeit von Früchten, Gemüse und Samen erheblich abnehmen. Diese Situation wird durch den Klimawandel, die Abholzung und den Einsatz von Pestiziden verschärft, die die Kolonien weltweit beeinträchtigen.

Die FAO hat eine Warnung vor dem Zusammenbruch der Bienenkolonien in Lateinamerika herausgegeben und darauf hingewiesen, dass dies die globale Ernährungssicherheit gefährdet. Die Bestäuberinsekten sind für den Lebensunterhalt vieler ländlicher Familien in der Region von entscheidender Bedeutung, wo die Zucht von einheimischen Arten nicht nur die Ökosysteme bewahrt, sondern auch wertvolle medizinische Ressourcen bietet.

In Brasilien trägt die traditionelle Praxis der Imkerei zur wirtschaftlichen Autonomie der Frauen in gefährdeten Gebieten bei, dank Schulungsprogrammen, die die nachhaltige Produktion von Honig fördern und die landwirtschaftliche Wirtschaft vor Ort diversifizieren.

Wissenschaftler und internationale Organisationen sind zunehmend besorgt über das Verschwinden der Bienen, da fast 75% der wichtigsten Nahrungspflanzen von der tierischen Bestäubung abhängen, so die FAO.

Der Rückgang der Bestäuber würde sich direkt auf die Verfügbarkeit von Früchten, Gemüse und anderen Grundnahrungsmitteln auswirken und sowohl deren Produktion als auch ihren Wert auf dem Markt beeinträchtigen, was Millionen von Menschen wirtschaftlich destabilisieren könnte.

Länder wie Argentinien, Brasilien, Chile, Mexiko und Uruguay sind auf die Arbeit der Bestäuberinsekten angewiesen, um mehr als 228 Millionen Tonnen Lebensmittel zu produzieren, die einen Wert von fast 23 Milliarden Dollar haben. Der Verlust dieses natürlichen Dienstes würde die Probleme der globalen Ernährungssicherheit verschärfen.

Die Krise des Bienensterbens stellt auch eine Bedrohung für die ländlichen Volkswirtschaften dar, die von der Imkerei und der Meliponikultur abhängen, Praktiken, die tief in den indigenen und bäuerlichen Gemeinschaften Lateinamerikas verwurzelt sind, die eine symbiotische Beziehung zu den einheimischen stachellosen Bienen gepflegt haben.

Rückgang der Bienen

Die Meliponikultur ermöglicht nicht nur die nachhaltige Produktion von Honig und anderen Naturprodukten, sondern schützt auch die lokalen Ökosysteme und die Biodiversität. Seit Jahrhunderten nutzen diese Gemeinschaften Bienenprodukte zu medizinischen und ernährungsbezogenen Zwecken.

Die FAO hebt auch die Bedeutung der Imkerei für die wirtschaftliche Stärkung der ländlichen Frauen hervor, mit Initiativen in Ländern wie Brasilien, die neue Einkommensmöglichkeiten in landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Gebieten schaffen.

Das Verschwinden der Bienen steht in engem Zusammenhang mit der globalen Umweltzerstörung. Schätzungen zufolge gehen jährlich zwischen 30% und 40% der Bienenkolonien in Lateinamerika und der Karibik verloren, ein Phänomen, das sich international weiter ausbreitet.

Zu den Hauptbedrohungen gehören die Klimakrise, die Abholzung, der Verlust von Lebensräumen und der intensive Einsatz von Pestiziden. Die Verringerung von Wäldern und ökologischen Korridoren schränkt die Nahrungs- und Fortpflanzungsgebiete der Bienen ein und schwächt ihre Populationen erheblich.

Experten betrachten Bienen als einen natürlichen Indikator für den Zustand der Ökosysteme. Ihr Verschwinden weist häufig auf eine Umweltverschlechterung, den Verlust von Biodiversität und Ungleichgewichte hin, die sich direkt auf die Landwirtschaft und die Stabilität der Umwelt auswirken.

Der intensive Einsatz von Pestiziden und die Abholzung reduzieren drastisch die natürlichen Rückzugsorte der Bestäuber und unterbrechen ihre wesentliche Aktivität für die Ernährungssicherheit. In Lateinamerika erreichen die jährlichen Verluste in den Bienenstöcken bis zu 40% aufgrund des Klimawandels, ein Alarmzeichen für die globale Umweltverschlechterung.

Der Schutz der Bestäuber ist entscheidend, um die Nahrungsmittelproduktion zu sichern, die Biodiversität zu bewahren und das ökologische Gleichgewicht angesichts des Fortschreitens des Klimawandels aufrechtzuerhalten. Die FAO betont die dringende Notwendigkeit von öffentlichen Politiken, die den Einsatz von Pestiziden reduzieren, die natürlichen Lebensräume wiederherstellen und nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken fördern, da die Zukunft der globalen Ernährungssicherheit davon abhängt.

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