Das Forum des Patagonischen Meeres brachte den Naturschutz nach Buenos Aires: Wissenschaft, Bildung und bürgerschaftliches Engagement

Das Forum zur Erhaltung des Patagonischen Meeres organisierte im Ecopark der Stadt Buenos Aires zwei Treffen – eines mit der Presse und eines für die Öffentlichkeit –, um das Patagonische Meer als ein Schlüsselökosystem für die Biodiversität, das Klima und die Produktivität des südlichen Kegels zu positionieren.

Andrea Michelson, Koordinatorin des Forums, fasste es klar zusammen:

„Das Patagonische Meer ist ein vernetztes System, das keine Grenzen kennt. Was in seinen Gewässern passiert, beeinflusst unser Leben und das Klima.“

Projekt MaRes: Konkrete Daten zur Erhaltung

Während der Veranstaltung wurden Ergebnisse des Projekts MaRes geteilt, das von der Europäischen Union finanziert und zusammen mit der Provinz Chubut und der Nationalparkverwaltung durchgeführt wurde:

  • Plastikverschmutzung: Bei 7 Küstenreinigungen wurden fast 600 Plastiksäcke (20 Tonnen) auf 60 km Küstenlinie entfernt.
  • Beifang: Eine Flotte von 20 Schiffen könnte ohne Minderungsmaßnahmen 13.500 Schwarzbrauenalbatrosse beeinträchtigen. Durch Überwachung auf 4 Schleppnetzfängern wurde eine Reduzierung des Beifangs von Seevögeln um 80 % erreicht.
  • Meeresschutzgebiete: Argentinien verfügt über 73 Schutzgebiete, die mehr als 9 % des Argentinischen Meeres (140.000 km²) abdecken und für die Biodiversität und die Kohlenstoffbindung von entscheidender Bedeutung sind.

Alejandro Vila, Präsident des Forums, betonte:

„Die Meeresschutzgebiete bieten Möglichkeiten, damit sich die Natur erholen kann, die Gemeinschaften ihre Wirtschaft stärken und die Menschen wieder respektvoll und achtsam mit dem Meer in Verbindung treten.“

Mar Patagónico
Erfahre mehr über die Initiativen zum Schutz des Patagonischen Meeres, eines lebenswichtigen Ökosystems für die Gesundheit des Planeten.

Stimmen und institutionelle Beteiligung

An dem Treffen nahmen Vertreter der Europäischen Union, Behörden von Chubut und Vertreter von WCS Argentinien teil. Valeria Falabella, Mitglied der Lenkungsgruppe des Forums, betonte:

„Wir durchleben eine Umweltkrise, die auch eine Wertekrise ist. Bildung und Kommunikation sind entscheidend, um die Bedeutung eines gesunden Meeres sichtbar zu machen.“

„Das Meer in der Stadt“: Wissenschaft und Kunst für die ganze Familie

Der zweite, für die Öffentlichkeit offene Tag trug den Titel „Das Meer in der Stadt“ und brachte Organisationen, Wissenschaftler und Familien im Ecopark zusammen.

  • Es gab Bildungsbereiche, Aktivitäten für Kinder, echte Geschichten über Naturschutz und einen künstlerischen Abschluss mit dem Recycling-Zirkus.
  • Ana Cabria Mellace, Vizepräsidentin des Forums, bemerkte:

„Die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Gemeinschaften und öffentlichen Politiken, die gemeinsam arbeiten, ist der Schlüssel zum Schutz des Meeres.“

Es nahmen Organisationen wie AquaMarina, Aves Argentinas, Institut für Walenschutz, Fundación Azara, FARN, Fundación Vida Silvestre, Fundación Temaikèn sowie die Nationalparkverwaltung und die Provinz Chubut mit Unterstützung der Europäischen Union und der französischen Botschaft teil.

Das Forum zur Erhaltung des Patagonischen Meeres hat es geschafft, die Bedeutung eines Ökosystems, das Biodiversität, Beschäftigung und Nahrung unterstützt und zudem das globale Klima reguliert, in die Stadt zu bringen. Die Initiative verstärkt die Idee, dass der Meeresschutz nicht nur ein wissenschaftliches, sondern auch ein soziales, wirtschaftliches und kulturelles Thema ist. Den Patagonischen Ozean zu schützen bedeutet, die Zukunft des südlichen Kegels und des Planeten zu schützen.

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