Das Bundesgericht erster Instanz von Moreno führte am 5. Dezember 2025 eine gerichtliche Inspektion auf dem Gelände der VII. Luftbrigade im Rahmen der von der Bundesstaatsanwaltschaft Moreno unter der Leitung des Staatsanwalts Leonardo Filippini eingeleiteten Umweltklage durch.
Die Maßnahme wurde vom stellvertretenden Bundesrichter Oscar Alberto Papavero angeordnet, mit dem Ziel, „die Realität so genau wie möglich festzuhalten“ durch fotografische und audiovisuelle Aufzeichnungen.
An der Maßnahme nahmen Vertreter der argentinischen Luftwaffe, der ANAC, der Gemeinden Moreno und San Miguel sowie Justiz- und Staatsanwaltschaftspersonal teil.
Hauptfunde
Während des Rundgangs wurde festgestellt:
- Müllhaufen und Lagerfeuer an verschiedenen Stellen des Geländes.
- Lkw-Verkehr, der Abfälle und Schutt transportierte.
- Präsenz von Unternehmen, die Metalle und gepresste Fahrzeuge bearbeiten.
- Freilaufende Tiere und Brandherde von Hausmüll.
- Kommunale Bagger, die Abfälle vor Ort manipulieren.
- Unbeschränkter Zugang aufgrund fehlender Zäune, Beleuchtung und Gehwege.
- Perimetrale Gräben, gefüllt mit Wasser und Müll, ursprünglich gegraben, um den Zugang von Lkw zu verhindern.
- Hochspannungsmasten mit hängenden Kabeln und vandalisierten Wachhäuschen.
- Gefährliche Abfälle wie verwesende Tierkadaver und verbrannte Fahrzeugreste.
Kontext der Umweltklage
Die Bundesstaatsanwaltschaft Moreno reichte die Umweltklage im September 2023 ein, nachdem sie die staatlichen Stellen erfolglos aufgefordert hatte, das Problem zu lösen.
Laut der Klage gibt es seit mindestens 2017 offene Mülldeponien auf dem Gelände und in angrenzenden Gebieten, verursacht durch das illegale Abladen von Abfällen durch Anwohner, die über unbefestigte Wege eindringen.
Die geforderten Maßnahmen umfassen:
- Installation einer wirksamen peripheren Kontrolle, um neue Zugänge zu verhindern.
- Sperrung unbefestigter Zugangswege.
- Einfriedung, Beschilderung und sofortige Reinigung des Geländes.
- Erhöhte kommunale Überwachung und Anwendung von Sanktionen bei Umweltverstößen.

Umwelt- und soziale Auswirkungen
Die Ansammlung und Verbrennung von Abfällen auf einem großen staatlichen Gelände führt zu:
- Boden- und Wasserverschmutzung durch Sickerwasser und gefährliche Abfälle.
- Gesundheitsrisiken für nahegelegene Gemeinden durch Rauch und die Verbreitung von Krankheitsüberträgern.
- Umweltverschlechterung in einem Gebiet unter der Gerichtsbarkeit der Luftwaffe und der ANAC.
- Verlust der staatlichen Kontrolle über einen strategischen Raum.
Nächste Schritte
Das Gericht wartet auf die letzten ausstehenden Beweise, um sich zur Sache zu äußern. Das Urteil wird festlegen, ob sofortige Maßnahmen zur Sanierung und Kontrolle auf dem Gelände der VII. Luftbrigade angeordnet werden, um den Umweltschaden zu beenden und die Integrität des öffentlichen Raums zu gewährleisten.
Die gerichtliche Inspektion bei der VII. Luftbrigade zeigte eine kritische Situation von Verschmutzung und Vernachlässigung auf staatlichem Boden auf. Die Umweltklage zielt darauf ab, die Ordnung wiederherzustellen, das illegale Abladen von Abfällen zu stoppen und sowohl die Umwelt als auch die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen.
Der Fall wird zu einem Beispiel dafür, wie die Justiz eingreifen kann, um die Verantwortung der Behörden bei der Verwaltung öffentlicher Räume einzufordern.



