PIK-Studie: Abholzung und globale Erwärmung drohen 66 % des Amazonas in Savanne zu verwandeln

Eine kürzlich durchgeführte Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) legt nahe, dass sich der Amazonas aufgrund von Abholzung und globaler Erwärmung in eine Savanne verwandeln könnte. Diese Veränderung könnte eintreten, wenn die Zerstörung der Wälder und der Temperaturanstieg im aktuellen Tempo weitergehen.

Die Bedrohung durch die Savanne: Abholzung und globale Erwärmung

Laut der in Nature veröffentlichten Forschung könnten, wenn der Waldverlust zwischen 22 % und 28 % erreicht und die Temperaturen zwischen 1,5 und 1,9 ºC steigen, zwei Drittel des Amazonaswaldes zu einem Savannen-ähnlichen Ökosystem werden. Die Auswirkungen wären verheerend für das globale Klima und die Biodiversität.

Wissenschaftler warnen, dass der Amazonas, bekannt als die Lunge der Welt, seine Fähigkeit verliert, Regen zu erzeugen und Kohlenstoff zu absorbieren, was seine ökologische Stabilität gefährdet.

Darüber hinaus wirkt der Anstieg der globalen Temperaturen als Faktor, der die Widerstandsfähigkeit des Waldes schwächt, und selbst wenn das Abholzen gestoppt würde, könnte die extreme Hitze die Wälder in Savannen verwandeln.

Im Jahr 2020 hatte die Abholzung bereits zwischen 17 % und 18 % des Amazonas-Bioms aufgrund von Abholzung, Landwirtschaft und Infrastruktur beeinträchtigt.

Forscher des PIK warnen, dass dieses Maß an Zerstörung den Amazonas einem kritischen Punkt irreversibler Degradation näher bringt, mit potenziellen Kettenreaktionen auf globaler Ebene.

Ein besorgniserregendes Element der Studie ist, dass der Amazonas seine Fähigkeit verliert, Regen zu recyceln. Derzeit stammen 50 % der Niederschläge aus dem von den Bäumen freigesetzten Wasser, ein Kreislauf, der durch den Verlust der Waldmasse unterbrochen wird.

Die globale Erwärmung verstärkt Dürren und verändert die natürlichen Mechanismen, was einen teilweisen Zusammenbruch des Amazonas-Regenwaldes auslösen könnte, selbst ohne weitere Abholzung.

Experten sehen, dass die Amazonas-Degradation direkte Auswirkungen auf das globale Klima hätte, angesichts seiner enormen Kohlenstoffaufnahmefähigkeit.

Dennoch schlägt die Studie vor, dass es möglich ist, den Amazonas zu schützen, wenn dringende Maßnahmen ergriffen werden. Die Begrenzung der Abholzung und die Reduzierung der Emissionen könnten den Zusammenbruch verhindern.

Der Amazonas bleibt entscheidend für die Regulierung des globalen Klimas, dient als Kohlenstoffsenke und bewahrt die Biodiversität. Sein Schutz würde nicht nur Südamerika, sondern auch dem globalen Klima zugutekommen.

Wissenschaftler sind weiterhin optimistisch, dass das schlimmste Szenario durch entschlossene Maßnahmen zur Eindämmung der Abholzung und zur Wiederherstellung degradierter Gebiete verhindert werden kann.

Compartí esta nota

Últimas noticias

Te pueden interesar
Te pueden interesar