Die Provinz Salta befindet sich weiterhin im Notstand nach den Bränden, die mehr als 200 Hektar in Cafayate im Südwesten der Provinz verwüsteten. Die Staatsanwältin Sandra Rojas bestätigte die Festnahme eines Verdächtigen im Rahmen der Untersuchung, die strafrechtliche Verantwortlichkeiten für eine der schwerwiegendsten Umweltkatastrophen der Region klären soll.
Der Fall begann mit der Anzeige der Stadtverwaltung von Cafayate, angeführt von Bürgermeisterin Rita Guevara, nachdem das Feuer einheimische Vegetation, geschützte Wälder und Dünengebiete zerstört hatte. Das Ausmaß der Schäden veranlasste den Stadtrat, den Umwelt-Notstand wegen Waldbränden auszurufen, der für 18 Monate gilt.
Gerichtliche Untersuchung
Die Staatsanwaltschaft geht voran mit:
- Zeugenaussagen von Anwohnern und Verantwortlichen des Anwesens, auf dem das Feuer ausbrach.
- Interviews und Analyse von Informationen, die vom Zivilschutz bereitgestellt wurden.
- Bewegungen von Fahrzeugen, die in der Gegend während der ersten Momente des Brandes festgestellt wurden.
Die Anklageverhandlung wurde für den kommenden Montag angesetzt. Sollte die Schuld des Festgenommenen bestätigt werden, könnte der Fall als Katastrophe eingestuft werden, was Strafen von 3 bis 10 Jahren Gefängnis vorsieht.
Notfalleinsatz
Der Kampf gegen die Flammen umfasste:
- Die Nationale Brigade Zentrum.
- Freiwillige Feuerwehr von Cafayate.
- Feuerwehr der Polizei von Salta.
- Personal des Nationalen Dienstes für Feuerbekämpfung.
Die Einsatzkräfte arbeiteten mit Tankwagen, Pumpen und Turboprop-Löschflugzeugen mit mehr als 3.000 Litern, die mehr als 23 Flüge durchführten.
Parallel dazu führte die Generaldirektion für Verkehrssicherheit Einsätze auf der Nationalstraße 68 durch, um Unfälle aufgrund der durch Rauch und Staub verursachten Sichtbehinderung zu verhindern.

Umweltauswirkungen
Der Sicherheits- und Justizminister von Salta, Gaspar Solá Usandivaras, betonte, dass der Umweltschaden „erheblich und äußerst wichtig“ sei, da die betroffenen Wälder Schlüsselrollen erfüllen:
- Schutz der Dünen.
- Regulierung von Temperatur und Niederschlag.
- Gleichgewicht eines „sehr empfindlichen“ Ökosystems in der Region.
Der Präsident der Freiwilligen Feuerwehr von Cafayate, Gabriel Domingo, warnte, dass die hohe Temperatur des Brandes Bodensterilität und eine Ascheschicht verursacht, die die Rückkehr von Nährstoffen erschwert. Um aufzuforsten, wäre es notwendig, ein Bewässerungssystem zu planen, da das knappste Gut in Cafayate Wasser ist.
Ungünstige Wetterbedingungen
Der Nationale Wetterdienst hält Warnungen wegen Winden aus dem Westen mit Geschwindigkeiten über 70 km/h und Böen über 90 km/h aufrecht. Außerdem sind in den kommenden Tagen keine Regenfälle vorhergesagt, was die Arbeit der Einsatzkräfte erschwert und das Risiko neuer Brandherde erhöht.
Die Festnahme des Verdächtigen markiert einen entscheidenden Schritt in der Untersuchung, aber die Umweltauswirkungen der Brände in Cafayate werden langfristig sein.
Der Notstand verdeutlicht die Notwendigkeit, Präventionspolitiken zu stärken, das Wassermanagement zu verbessern und den Schutz der Ökosysteme angesichts immer häufiger und zerstörerischer Phänomene zu gewährleisten.



