Seit Tagen hören die Brände in Chubut nicht auf und haben bereits fast 2000 Hektar Wald und Vegetation in der patagonischen Kordillere verwüstet.
Aufgrund dessen wurden mehr als 3000 Personen aus Puerto Patriada und Epuyén evakuiert, während das Feuer weiterhin aktiv ist.
Derzeit bereiten zwei aktive Brandherde den Behörden und Anwohnern Sorgen, wobei Feuerwehrleute und Einsatzkräfte intensiv in Puerto Patriada und Epuyén arbeiten.
In diesem Zusammenhang bestätigte die Vereinigung der Freiwilligen Feuerwehr von El Hoyo, dass die Situation „nicht unter Kontrolle“ ist.
Bisher haben die Flammen Häuser, einheimische Flora und Tiere in ihrem Fortschreiten zerstört.
„Die operative Kapazität der Institutionen gibt ihr Bestes, mit maximalen materiellen und menschlichen Ressourcen“, erklärte Sofía Carella, Präsidentin dieser Organisation.

Die klimatischen Bedingungen verschärfen die Brände in Chubut
Ein großer Verschärfer der Brände in Chubut ist, dass der Nationale Wetterdienst (SMN) für die kommenden Tage keine Regenfälle vorhersagt.
Diesen Sommer sieht sich die Region mit hohen Temperaturen und einer anhaltenden Dürre konfrontiert, die das Szenario erschweren.
Deshalb mussten die Bewohner der Gegend ihre Häuser verlassen und sich in sichere Gebiete begeben, wobei sie ihre Habseligkeiten angesichts des Fortschreitens des Feuers zurückließen.
Derzeit hat das Feuer in El Hoyo bereits mehr als 1800 Hektar betroffen und 10 Häuser gefährdet. Diese Familien wurden bereits von den lokalen Behörden umgesiedelt.
Darüber hinaus haben die Behörden präventive Evakuierungen in Puerto Patriada und einem Teil von Epuyén angeordnet.
Es sei darauf hingewiesen, dass das Risiko dieses Szenarios bei einer möglichen Änderung der Windrichtung zunimmt.

Der Ursprung des Feuers war absichtlich, laut dem Gouverneur
Der Gouverneur von Chubut, Ignacio Torres, bestätigte, dass die Brände in Chubut absichtlich gelegt wurden.
Die Ermittlungen ergaben den Einsatz von explosivem Material und Brandbeschleunigern in den betroffenen Gebieten.
Die Behörden fanden Beweise in einem abgelegenen Gebiet von Epuyén, die menschliches Handeln bestätigen. Vor dem Vorfall wurde ein bedrohlicher Anruf bei der Provinzbrigade registriert.
Die Staatsanwaltschaft unter der Leitung von Carlos Díaz Mayer stellte fest, dass mindestens zwei Brandherde absichtlich gelegt wurden.
El Hoyo und Cholila zeigten klare Anzeichen krimineller Eingriffe mit Brandbeschleunigern.
Die Provinzregierung bot eine Belohnung von 50 Millionen Pesos an. Diese Summe soll verlässliche Informationen über die Verantwortlichen für den Ausbruch des Feuers liefern.
Torres betonte, dass mit „aller Härte des Gesetzes“ gegen die Schuldigen vorgegangen wird. Die Schwere dieser Vorfälle nimmt in einem Kontext von Dürre und hohen Temperaturen zu.

Das größte Löschflugzeug des Landes verstärkt den Einsatz
Der Boeing 737 Fireliner, das größte Flugzeug seiner Art in Argentinien, kam aus Santiago del Estero.
Das Flugzeug transportiert bis zu 15.000 Liter Wasser oder Löschmittel, um die Flammen zu bekämpfen.
Der Luft- und Bodeneinsatz umfasst mehr als 180 Einsatzkräfte und 100 Personen in der Logistik.
Freiwillige Feuerwehrleute aus der ganzen Provinz und Straßenteams nehmen aktiv teil.
Von den fünf registrierten Hauptbränden in Chubut sind drei unter Kontrolle: Lago Engaño, Cholila und El Turbio. Die Brandherde in El Hoyo und Los Alerces bleiben jedoch aktiv.
„Wir setzen alle verfügbaren Ressourcen ein, um dieser kritischen Situation zu begegnen“, erklärte Torres.
Der Gouverneur hob die Koordination ohne Unterscheidung der Zuständigkeiten zwischen den staatlichen Ebenen hervor.
Der Fireliner ist Teil eines Einsatzes, der über fünf zusätzliche Löschflugzeuge und einen Hubschrauber verfügt. Tanklastwagen von Vialidad Nacional bieten wesentliche logistische Unterstützung.
Der Innenminister, Diego Santilli, nahm ebenfalls an der Pressekonferenz zusammen mit lokalen Behörden teil. Die nationale Präsenz zeugt von der Größenordnung des Notfalls in Patagonien.



