Ein neues Kapitel der Meeresforschung steht im Südatlantik kurz vor dem Beginn. Die Wissenschaftler des Conicet, Teil der Gruppe für Tiefseestudien in Argentinien, bereiten sich auf eine neue Expedition an Bord des Schiffes Falkor (too) in Zusammenarbeit mit dem Schmidt Ocean Institute vor. Dieses Team plant, sich in die Canyons Ameghino und Almirante Brown zu wagen, die etwa 600 Kilometer vor der Küste von Chubut liegen.
Erkundung des argentinischen Meeresbodens
Die Mission Talud Continental V, die für April 2027 geplant ist, zielt darauf ab, eine Region des Atlantischen Ozeans zu untersuchen, die wenig erforscht ist und ein großes Potenzial für Biodiversität bietet. Dieses Gebiet ist bekannt dafür, empfindliche marine Ökosysteme zu beherbergen, und seine Erforschung könnte wertvolle wissenschaftliche Entdeckungen liefern.
„Es ist eine große Freude, in die Tiefen unseres Territoriums zurückzukehren, um zu forschen“, kommentierte Daniel Lauretta, Forscher am Argentinischen Museum für Naturwissenschaften und wissenschaftlicher Leiter dieser Kampagnen. Die Initiative ist Teil eines Projekts, das 2011 begann, und ihr Hauptziel ist es, neue Arten zu entdecken, die das wissenschaftliche Wissen bereichern.
Der Livestream von Conicet erreichte die Zeitung The New York Times
Bei der vorherigen Expedition, zwischen Juli und August des letzten Jahres, wurde eine Untersuchung im Canyon Mar del Plata durchgeführt. Dieser Einsatz nutzte erstmals in der Region ein ferngesteuertes Fahrzeug (ROV), das es ermöglichte, Bilder in ultrahoher Auflösung aus fast 4.000 Metern Tiefe aufzunehmen und Proben zu sammeln, ohne die Umgebung zu stören.
In diesem Zeitraum wurden Kaltwasserkorallenriffe und ausgedehnte Felder von Weichkorallen dokumentiert. Diese Entdeckungen umfassten mehr als 40 potenziell neue Arten für die Wissenschaft und hoben die außergewöhnliche Vielfalt der Region hervor.
Die Expedition war nicht nur ein Fortschritt für die Wissenschaft, sondern auch im Bereich der öffentlichen Kommunikation. Die Live-Übertragungen vom Meeresboden erhielten Millionen von Aufrufen und brachten die Wissenschaft der Gesellschaft und Bildungseinrichtungen in verschiedenen Regionen näher, wodurch ein Modell der offenen und partizipativen Wissenschaft gefördert wurde.



