Delfinstrandungen in Río Negro: Experten untersuchen Ursachen und verstärken Schutzprotokolle

An verschiedenen Stellen der Bucht von San Antonio an der Küste von Río Negro wurden in den letzten Tagen Gemeine Delfine (Delphinus delphis) gesichtet. Die Situation veranlasste das Eingreifen von Provinzbehörden, Sicherheitskräften und Fachpersonal für Wildtiere.

Laut Sebastián Ortega, Mitglied des Bereichs Umweltwächter, wurden bisher sieben Exemplare in Bereichen wie der Halbinsel Villarino, El Sótano und Stränden in der Nähe von Bahía Creek gezählt. Es wird nicht ausgeschlossen, dass weitere Tiere auftauchen könnten, weshalb die präventiven Patrouillen und Überwachungsaufgaben intensiviert wurden.

Chronologie der Funde

  • 21. Januar: Erster Hinweis auf der Halbinsel Villarino. Der gefundene Delfin war erschöpft und wurde nach Anwendung von Protokollen ins Meer zurückgebracht.
  • 22. Januar: Zwei tote Exemplare, eines in Puerto del Este und eines in El Sótano.
  • 23. Januar: Ein weiterer toter Delfin am Playa Acantilados, einem stark frequentierten Touristengebiet.
  • 24. Januar: Ein neuer Fund in Punta Villarino erhöhte die Gesamtzahl der toten Exemplare auf sechs.

Die Tiere wurden zum Forschungszentrum für Meeressäugetiere (CIMAS) zur Analyse gebracht, da die Kadaver Parasiten und Krankheiten, einschließlich Pocken und Hauterkrankungen, tragen können.

Relevante Daten der Exemplare

Die analysierten Delfine stellten sich als Weibchen heraus, und bei zweien von ihnen wurde Milch in den Zitzen festgestellt, was darauf hindeutet, dass sie möglicherweise Junge in der Stillzeit hatten.

Bezüglich der Art erklärte Ortega, dass es sich um ein pelagisches Meeressäugetier handelt, das im offenen Meer lebt, große Entfernungen zurücklegt und sich hauptsächlich von Fischen und Tintenfischen ernährt.

varamientos de delfines
Es besteht Besorgnis über die Strandungen von Delfinen an den Stränden von Río Negro.

Vorgeschichte in der Provinz

Solche Vorfälle sind nicht isoliert. In den letzten fünf Jahren wurden mindestens acht ähnliche Ereignisse registriert, hauptsächlich in San Antonio Oeste und in Bereichen des Naturschutzgebiets Caleta de los Loros–Pozo Salado–Punta Mejillón.

Seit 2021 wiederholen sich die Strandungen jährlich, einschließlich des massiven Vorfalls von fast 400 Delfinen im April 2023 in Puerto del Este.

Mögliche Ursachen

Die Hypothesen deuten auf natürliche Faktoren hin:

  • Angriffe von Orcas, die Panik und Desorientierung bei den Delfinen verursachen.
  • Strandungen auf Sandbänken oder starke Ebbe.

Diese Phänomene können dazu führen, dass die Tiere die Orientierung verlieren und an Küstengebieten stranden.

Empfehlungen an die Gemeinschaft

Aus dem Bereich der Umweltwächter wurde die Bevölkerung gebeten, nicht direkt einzugreifen. Ortega warnte:

„Eine gute Absicht ist nicht immer eine gute Tat.“

Es wird empfohlen, die Tiere nicht zu berühren oder zu manipulieren und die Behörden über die bereitgestellten Kanäle sofort zu benachrichtigen:

  • 911 Notfälle
  • 101 Polizei von Río Negro
  • 106 Argentinische Küstenwache
  • Unterstaatssekretariat für Wildtiere (2920 612000)

Die Strandung von Delfinen in Río Negro spiegelt ein komplexes Phänomen wider, das natürliche Faktoren und mögliche Verwundbarkeiten der Art kombiniert.

Das schnelle Eingreifen von Spezialisten und die Zusammenarbeit der Bürger sind entscheidend, um gesundheitliche Risiken zu minimieren und wissenschaftliche Informationen zu gewinnen, die helfen, diese Vorfälle besser zu verstehen.

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