Die Weltraummission der NASA, bekannt als MAVEN, hat neue Einblicke in die Auroren auf dem Mars geliefert und offenbart, wie der Sonnenwind mit der Atmosphäre des roten Planeten interagiert. Durch detaillierte Beobachtungen wurde entdeckt, dass diese Leuchterscheinungen ohne ein globales Magnetfeld auftreten, im Gegensatz zu dem, was auf der Erde geschieht.
Entdeckungen von MAVEN über Auroren auf dem Mars
Im Gegensatz zur Erde, wo ein Eisenkern eine magnetische Abwehr erzeugt, fehlt dem Mars seit Jahrtausenden ein solches Dynamo. Dennoch hat MAVEN festgestellt, dass remanente Magnetfelder in seiner Kruste eine wesentliche Rolle bei der Kanalisierung energiereicher Teilchen spielen.
Eine bedeutende Entdeckung ist die Identifizierung von drei Arten von Auroren: diffuse, protonische und diskrete. Jede reagiert auf spezifische atmosphärische Phänomene, die durch den Aufprall des Sonnenwinds oder massive Sonneneruptionen verursacht werden.
Die diffusen Auroren erstrecken sich über große Bereiche der Nachtseite und werden durch koronale Massenauswürfe ausgelöst. Diese extremen Sonnenereignisse ermöglichen es energiereichen Elektronen, tief in die Atmosphäre einzudringen und ein ultraviolettes Leuchten auf fast dem gesamten Mars zu erzeugen.
Andererseits stehen die diskreten Auroren im Zusammenhang mit lokalen magnetischen Anomalien in den Gesteinen der Südhalbkugel. Hier wirken die remanenten Magnetfelder als Kanäle für die Elektronen in die obere Atmosphäre.
Die dritte Art, die protonische Aurora, wurde von MAVEN auf der Tagseite des Mars entdeckt. Sie entsteht, wenn Protonen des Sonnenwinds Wasserstoffatome in der Marskorona in neutrale Wasserstoffatome umwandeln, die die magnetische Barriere durchqueren und ultraviolettes Licht aussenden, wenn sie auf die Mars-Thermosphäre treffen.
Das MAVEN-Team hat festgestellt, dass dieses Phänomen während des Sommers der südlichen Hemisphäre des Mars häufiger und intensiver ist. Das IUVS (Imaging Ultraviolet Spectrograph) war entscheidend, um zu erfassen, wie die Marsatmosphäre aufgrund dieser langanhaltenden energetischen Interaktionen allmählich verloren geht.
Laut den Wissenschaftlern der NASA bietet das Verständnis der Auroren ein einzigartiges Fenster, um die Geschichte des Wassers und die potenzielle Bewohnbarkeit des Mars zu erforschen. Diese Beobachtungen definieren nicht nur die Planetenphysik neu, sondern bieten auch einen Rahmen, um Atmosphären ferner Exoplaneten zu studieren.
Dank MAVEN macht die Luft- und Raumfahrtwissenschaft Fortschritte im Verständnis der Entwicklung von Felsplaneten unter dem ständigen Angriff ihrer Muttersterne.



