Chaco: Projekt zur Einführung von Millionenstrafen und effektiver Haft bei Tiermissbrauch vorangetrieben

Die Abgeordnetenkammer von Chaco prüft zwei Gesetzentwürfe, die darauf abzielen, die staatliche Reaktion auf Tiermisshandlung zu verstärken, in einem Kontext von wachsender gesellschaftlicher Sensibilität, die durch die Verbreitung von Fällen in sozialen Netzwerken und Medien gefördert wird.

Die Initiativen schlagen Sanktionen vor, die im Wiederholungsfall 15 Millionen $ übersteigen könnten, und sehen effektive Haftstrafen für Fälle extremer Grausamkeit vor.

Zwei Projekte in der Debatte

Das Projekt 535, gefördert von den Abgeordneten Slimel und Zimmermann, schlägt eine umfassende Reform des Provinzlichen Fehlverhaltenskodex (Gesetz 850-J) vor. Es definiert präzise Verhaltensweisen von Misshandlung und Grausamkeit, wie Aussetzung, Mangel an Nahrung, fehlende tierärztliche Versorgung oder Kämpfe, und fügt erschwerende Umstände wie Wiederholung, Verbreitung in sozialen Netzwerken oder Begehung in Anwesenheit von Minderjährigen hinzu.

Die Sanktionen reichen von 12 SMVM (4.293.600 $) bis 18 SMVM (6.440.400 $) in Fällen von Tod oder extremer Grausamkeit, mit einer Haftstrafe von bis zu 180 Tagen effektiver Erfüllung. Darüber hinaus sieht es die präventive Beschlagnahmung von Tieren, ein Register von Straftätern und die Unfähigkeit zur Tierhaltung für bis zu 10 Jahre oder dauerhaft vor.

Tiermisshandlung, Hund
Erfahren Sie mehr über die neuen Gesetzentwürfe zur Tiermisshandlung in Chaco. 

Das Projekt 524 von Abgeordneter Maida With verfolgt einen engeren Ansatz, verschärft jedoch die Geldstrafen: zwischen 5 und 20 SMVM (1.789.000 $ bis 7.156.000 $) für Misshandlung und zwischen 20 und 50 SMVM (7.156.000 $ bis 17.890.000 $) für Grausamkeit. In Todesfällen würde die Strafe im oberen Bereich liegen. Die Abgeordnete argumentiert, dass das Problem nicht der Mangel an Vorschriften ist, sondern die Lücke zwischen Gesetzgebung und ihrer tatsächlichen Wirksamkeit.

Gesellschaftlicher Konsens und Herausforderungen

Beide Projekte stimmen in der Schaffung eines Registers von Straftätern und der Möglichkeit, die Tierhaltung zu untersagen, überein, unterscheiden sich jedoch in den Fristen. Der Abgeordnete Nicolás Slimel betonte, dass Tiermisshandlung „eine Form von Gewalt“ ist und dass es einen wachsenden gesellschaftlichen Konsens über den Schutz von Tieren als „fühlende Wesen“ und Teil der Familie gibt.

Er warnte jedoch, dass die Verschärfung der Strafen nur ein Teil der Lösung ist: „Es fehlt an Kontrollen und anhaltenden öffentlichen Politiken“. Daher kündigte er an, dass sie an der Schaffung einer spezifischen Behörde arbeiten, die das Problem umfassend angeht.

Die Debatte in Chaco spiegelt einen kulturellen und politischen Wandel wider: Tiermisshandlung wird nicht mehr als geringfügiges Ereignis wahrgenommen, sondern als eine Form von Gewalt, die feste Antworten des Staates erfordert. Die Gesetzesinitiativen zielen nicht nur darauf ab, zu bestrafen, sondern auch eine Staatspolitik aufzubauen, die den Schutz der Tiere gewährleistet und das gesellschaftliche Bewusstsein für dieses Problem stärkt.

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