Am Mittwoch, den 11. Februar, hielt das Personal der Verkehrsabteilung Rafaela in einer Operation gegen den illegalen Handel, die dem Verkehrssicherheitsgeschwader der Gendarmerie untersteht, einen Lastwagen mit Sattelanhänger aus Tucumán auf der Nationalstraße Nr. 34 an. Bei der Inspektion fanden die Gendarmen Kisten mit Wildtieren in der Kabine und nach einer gründlicheren Untersuchung entdeckten sie 17 Bündel mit Schildkröten und Vögeln.
Die endgültige Zählung ergab 150 Landschildkröten und 100 Papageien, die alle unter prekären Bedingungen versteckt waren. Die Tiere waren für die Provinz Buenos Aires bestimmt. Die Dezentralisierte Staatsanwaltschaft von Rafaela griff in den Fall ein, mit Beratung durch die Direktion für Risikomanagement und Umweltschutz.
Das Geschäft hinter dem Tierhandel
Die Organisation Aves Argentinas stellte eine Erhebung vor, die das Ausmaß des illegalen Handels mit Wildtieren im Land aufzeigt. Die Studie, die auf in digitalen Medien in den letzten 12 Jahren registrierten Beschlagnahmungen basiert, identifizierte:
- 15.597 Individuen, die zu 226 verschiedenen Arten gehören.
- 11 % der Beschlagnahmungen bestanden aus Derivaten wie Fellen, Häuten, Präparaten, geschlachtetem Fleisch und Stoßzähnen.
- Es wird geschätzt, dass 9 von 10 Tieren sterben, nachdem sie gefangen wurden, aufgrund der extremen Bedingungen in Gefangenschaft und beim Transport.
Am stärksten betroffene Arten
Die Vögel sind die am meisten gehandelte Gruppe. Der Rotkardinal führt die Liste an, gefolgt von vom Aussterben bedrohten Arten wie dem Gelbkardinal und der Landschildkröte. Der Handel betrifft auch bedrohte Pflanzenarten wie den Heiligen Baum und die Bergkiefer.

Geografie des Verbrechens
Die Provinzen mit der höchsten Inzidenz von Operationen und Aufzeichnungen sind:
- Buenos Aires
- Entre Ríos
- Córdoba
- Santa Fe
- Mendoza
Dieses Verbrechen umfasst eine strukturierte Kette, die Fänger, Sammler, Transporter, Verkäufer und Endverbraucher umfasst.
Umwelt- und soziale Auswirkungen
Der illegale Handel mit Tieren stellt eine direkte Bedrohung für die Biodiversität und das Gleichgewicht der Ökosysteme dar. Die massenhafte Entnahme von Individuen aus ihrem natürlichen Lebensraum schwächt Wildpopulationen und gefährdet gefährdete Arten.
„Es ist besorgniserregend, wie viele Individuen aus der Natur entnommen werden und wie diese Praxis eine direkte Bedrohung für die Biodiversität und das Gleichgewicht der Ökosysteme darstellt. Diese Daten sichtbar zu machen, ist entscheidend, um das Ausmaß des Problems zu verstehen und die Notwendigkeit von mehr Kontrollen, aber auch von mehr Bildung und sozialem Engagement zur Eindämmung der Nachfrage zu verstärken“, erklärte Cecilia Maqueda vom Programm Illegaler Handel mit Wildtieren von Aves Argentinas.
Die Operation in Rafaela zeigt erneut die Schwere des illegalen Handels mit Tieren in Argentinien. Über die punktuelle Beschlagnahmung hinaus erfordert das Problem strengere Kontrollen, wirksame Sanktionen und Umweltbildungskampagnen, die die Nachfrage reduzieren. Der Schutz der Wildtiere ist entscheidend, um die Biodiversität zu bewahren und das Gleichgewicht der Ökosysteme zu gewährleisten.



