Der Bürgermeister von Frutillar, einer Stadt im Süden von Chile, forderte die Entfernung der Lachsfarmen aus dem Llanquihue-See.
Der Beamte, Javier Arismendi, argumentierte, dass ihre Anwesenheit unvereinbar mit der nachhaltigen Entwicklung des Ökosystems sei.
Lachsfarmen in Chile: eine umstrittene Aktivität in Binnengewässern
Die Lachsindustrie ist eine der bedeutendsten in Chile, aber ihre Auswirkungen auf Binnengewässer sorgen für zunehmende Umweltbedenken.
Frutillar ist eine Stadt in der Region Los Lagos im Süden Chiles, am Ufer des Llanquihue-Sees, einem der größten Seen des Landes.
Dort erklärte der Gemeindevorsteher, dass die Lachszuchtzentren ein als fragil und von hohem kulturellen Wert angesehenes Ökosystem beeinträchtigen.

„Der Llanquihue-See ist ein Symbol unserer Identität und eine lebenswichtige Quelle für den Tourismus, die Umwelt und die Gesundheit unserer Nachbarn“, erklärte Arismendi.
Aus diesem Grund können produktive Aktivitäten, die negative Auswirkungen auf den See haben, nicht weiterhin erlaubt werden.
Die Forderung: verantwortungsvolle Umsiedlung
Arismendi klärte, dass seine Haltung nicht darauf abzielt, die wirtschaftliche Bedeutung der Aktivität zu leugnen. Der Vorschlag zielt auf eine Umsiedlung der Betriebe außerhalb der Binnengewässer ab.
Insbesondere identifizierte die Gemeinde mehrere Gründe, warum sie die Anwesenheit von Lachsfarmen im Llanquihue-See als unvereinbar betrachtet:
- Umweltauswirkungen auf ein fragiles und strategisches Ökosystem
- Beeinträchtigung des Tourismus, einer zentralen wirtschaftlichen Aktivität für die Region
- Risiko für die Gesundheit der Gemeinschaften, die vom See abhängig sind
- Verschlechterung des Naturerbes der Region Los Lagos
Der Bürgermeister rief die Regierung und die sektoralen Behörden dazu auf, einen partizipativen Dialog zu eröffnen. Er forderte die Festlegung konkreter Fristen und Mechanismen für die Entfernung der Käfige, jedoch mit technischen, ökologischen und sozialen Kriterien.

Chile: die regionale Koordination zum Schutz des Sees vor den Lachsfarmen
Arismendi bekräftigte das Engagement der Gemeinde für den Schutz des Llanquihue-Sees. Er kündigte an, dass er weiterhin Koordinationen mit anderen Gemeinden und Bürgerorganisationen der Region fördern werde.
Das Ziel ist es, dieses Naturerbe für die zukünftigen Generationen zu bewahren, in einem Kontext, in dem die Lachsfarmen in Chile aufgrund ihrer Präsenz in Süßwasserökosystemen stärker unter die Lupe genommen werden.
Die Diskussion über die Lachsfarmen in Chile und ihr Zusammenleben mit Seenlandschaften gewinnt im Süden des Landes an Bedeutung. Dort suchen lokale Gemeinschaften, Gemeinden und Umweltakteure nach einem Entwicklungsmodell, das die Nachhaltigkeit in den Vordergrund stellt.



