Neuer Nachweis einer Andenkatze in Malargüe: ein entscheidender Fund für den Artenschutz

Zum dritten Mal in Folge hat WCS Argentina die Anwesenheit einer Andenkatze (Leopardus jacobita) im Bezirk Malargüe, Mendoza, weniger als 10 km von der Grenze des Naturschutzgebiets La Payunia entfernt, bestätigt.

Die Bilder von Fotofallen zeigen die Katze getarnt in der felsigen Landschaft und unterstreichen den strategischen Wert der Region für den Erhalt dieser vom Aussterben bedrohten Art.

Es wird geschätzt, dass weniger als 2.200 Exemplare auf dem gesamten Kontinent verbleiben, verteilt auf die Anden von Argentinien, Bolivien, Chile und Peru.

Zeugnisse und Wissenschaft in Aktion

Dr. María José Bolgeri, Managerin für regenerative Bewirtschaftung bei WCS Argentina, betonte, dass jeder Fund die Wirksamkeit der Erhaltungsbemühungen bestätigt. Neben der wissenschaftlichen Überwachung sind die Zeugnisse von Produzenten und Bewohnern entscheidend, um die Verbreitung und Bedrohungen der Art zu verstehen.

Hauptbedrohungen

Die Andenkatze steht vor mehreren Risiken:

  • Jagd durch Viehzüchter, um Viehverluste zu vermeiden.
  • Überfahren auf Straßen und Wegen.
  • Reduktion der Beutetiere wie des Chinchillón.
  • Lebensraumdegradation durch Kohlenwasserstoffe und Bergbau.
  • Auswirkungen des Klimawandels.

Es ist die einzige Katze in der Kategorie Vom Aussterben bedroht in Amerika laut der IUCN.

gato andino
Die Andenkatze ist ein Symbol für den Naturschutz in den Anden.

La Payunia: ein natürlicher Zufluchtsort

Mit mehr als 665.000 Hektar ist La Payunia eines der größten Schutzgebiete Argentiniens. Seine vulkanische Landschaft beherbergt Arten wie den Andenkondor, den Puma, den Nandu und die Mara und ist zudem Schauplatz der größten Guanako-Wanderung weltweit.

Die Überwachung mit Fotofallen ermöglicht die Erfassung von Informationen über Flora, Fauna und ökologische Bedingungen und stärkt den Schutz des Gebiets.

Strategien des Zusammenlebens

WCS Argentina arbeitet mit Viehzüchtern zusammen, um nicht-tödliche Abschreckungstechniken zu implementieren:

  • Verbesserung der Einzäunungen.
  • Einsatz von Schutzhunden.
  • Installation von Nachtlichtern.

84% derjenigen, die diese Praktiken übernehmen, reduzieren Viehverluste und 89% hören auf, Raubtiere und Aasfresser zu jagen. Dies begünstigt die Regeneration von Weiden und das ökologische Gleichgewicht.

Jüngste Fortschritte

Im Jahr 2025 spendete WCS Argentina zusammen mit internationalen Organisationen 40.000 Hektar Privatland innerhalb von La Payunia, um sie in öffentliches Eigentum zu überführen und ihren dauerhaften Schutz als Naturerbe von Mendoza zu gewährleisten.

Der neue Nachweis der Andenkatze in Malargüe festigt La Payunia als ein Schlüsselgebiet für den Schutz dieser einzigartigen Katze. Die Kombination aus Wissenschaft, Gemeinschaftsbeteiligung und Koexistenzstrategien zeigt, dass es möglich ist, vom Aussterben bedrohte Arten zu schützen und gleichzeitig produktive Aktivitäten in Harmonie mit der Natur aufrechtzuerhalten.

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