Über 400 tote Störche in Spanien: Ausbruch der Vogelgrippe in Madrid bestätigt und Besorgnis herrscht

Letzte Woche wurde die Gemeinde Getafe (in Madrid, Spanien) zum Schauplatz eines alarmierenden Fundes: Hunderte von Störchen wurden tot im Fluss Manzanares aufgefunden. Innerhalb von nur vier Tagen entfernten Feuerwehrleute und Forstbeamte mehr als 400 Exemplare, obwohl die Zahlen je nach Quelle variieren.

  • Feuerwehr: schätzt etwa 500 tote Vögel.
  • Umweltministerium: bestätigt 409 Exemplare.

In jedem Fall hat das Ausmaß des Vorfalls sowohl bei den Behörden als auch bei der lokalen Bevölkerung Besorgnis ausgelöst.

Zustand der Vögel und erste Untersuchungen

Laut den Notfallteams wiesen die Störche unterschiedliche Zustände auf:

  • Einige waren kürzlich gestorben.
  • Andere befanden sich in einem Verwesungsstadium.
  • Mehrere zeigten Anzeichen dafür, dass sie von Aasfressern gebissen worden waren.

Die Kadaver wurden von einem autorisierten Unternehmen entfernt und in eine Verwertungsanlage gebracht, wo sie zerstört wurden. Parallel dazu wurden einige Exemplare an Labore geschickt, um Autopsien und virologische Analysen durchzuführen.

Bestätigung der Vogelgrippe

Das Umwelt-, Landwirtschafts- und Innenministerium bestätigte, dass es sich um einen Ausbruch der Vogelgrippe handelt. Die vom Landwirtschaftsministerium durchgeführten Analysen deuten auf eine Variante mit geringer Pathogenität hin, was zunächst keine Meldepflicht für den Ausbruch erfordert.

Dennoch hat die Madrider Regierung beschlossen, präventive Maßnahmen anzuwenden, die für hochpathogene Ausbrüche typisch sind, darunter:

  • Verbot der Haltung von Enten und Gänsen zusammen mit anderem Geflügel.
  • Einschränkung der Freilandhaltung von Geflügel.
  • Begrenzung von Besuchen in Geflügelbetrieben.
  • Kontrolle der Wasserversorgung, um Kontamination zu vermeiden.

Die Behörden erklärten, dass, wenn neue Studien eine Variante mit hoher Pathogenität bestätigen, der Ausbruch offiziell erklärt wird.

tote Störche
Die Gemeinschaft Madrid wendet Maßnahmen für hochpathogene Ausbrüche an, obwohl die ersten Analysen auf eine geringe Gefährlichkeit hinweisen.

Ansteckungsgefahr und Schutzmaßnahmen

Unter den Feuerwehrleuten herrscht eine gewisse Besorgnis über den Mangel an Informationen über das Ansteckungsrisiko. Die Gemeinschaft Madrid hält das Risiko für sehr gering, da die Übertragung des H5N1-Virus auf den Menschen nur in Ausnahmefällen nach engem Kontakt mit infizierten Tieren beobachtet wurde.

Das Ministerium stellte klar:

  • Die Vogelgrippe kann über die Schleimhäute auf den Menschen übertragen werden, mit ähnlichen Auswirkungen wie die saisonale Grippe.
  • In Europa wurden keine Fälle von Übertragung durch direkten Kontakt festgestellt.
  • Der Verzehr von Geflügelprodukten stellt kein Ansteckungsrisiko dar.

Die Feuerwehrleute arbeiteten mit hochschützenden Anzügen, ähnlich den medizinischen PSA, obwohl das Risiko nie vollständig ausgeschlossen werden kann.

Institutionelle Reaktion

Die Stadtverwaltung von Getafe war die erste, die Alarm schlug, hat jedoch noch keine offizielle Benachrichtigung über die endgültigen Analyseergebnisse erhalten.

Sollte die hohe Pathogenität bestätigt werden, wird die Gemeinschaft Madrid den Ausbruch an das Veterinärmedizinische Alarmnetzwerk (Rasve) melden und die Kommunikations- und Überwachungsmaßnahmen in den betroffenen Gemeinden sowie bei den Forstbeamten und der Seprona verstärken.

Der Fund von mehr als 400 toten Störchen in Getafe verdeutlicht die Anfälligkeit von Wildvögeln gegenüber der Vogelgrippe und die Notwendigkeit, strenge Präventivmaßnahmen zu ergreifen. Obwohl die ersten Analysen auf eine Variante mit geringer Gefährlichkeit hindeuten, hat die Gemeinschaft Madrid beschlossen, vorsichtig zu handeln, indem sie Kontrollen und Protokolle verstärkt, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern und sowohl die Fauna als auch die Bevölkerung zu schützen.

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