Verpackte Hundenahrung: Eine Studie zeigt alarmierende Werte von Blei, Quecksilber und Acrylamid

Eine Untersuchung des Clean Label Project ergab, dass verpackte Hundenahrung „alarmierende“ Mengen an Blei, Quecksilber, Acrylamid und Plastikverunreinigungen enthält. Diese Verbindungen, die mit toxischen Effekten bei Menschen und Tieren in Verbindung gebracht werden, wurden in Mengen gefunden, die über den von Regulierungsbehörden empfohlenen Werten liegen.

Molly Hamilton, Geschäftsführerin des Projekts, sagte gegenüber dem Portal CNN: „Haustierbesitzer sollten in der Lage sein, Hundefutter zu kaufen, ohne sich Sorgen machen zu müssen, dass es ihrem Haustier schaden könnte“.

Schwermetalle und chronische Exposition

Die Studie ergab, dass:

  • 81 % der verpackten Hundenahrung den maximal tolerierten Quecksilbergehalt überschritten.
  • 100 % den maximal tolerierten Bleigehalt überschritten.

Die US-Umweltschutzbehörde (EPA) erinnert daran, dass es keinen sicheren Bleigehalt für Menschen gibt, obwohl keine spezifischen Parameter für Hunde festgelegt sind. Die Schwierigkeit liegt darin, dass die Standards der AAFCO und des NRC auf Nutztieren basieren, ohne spezifische Richtlinien für Haustiere.

Experten warnen, dass nicht genügend Studien über die chronische Exposition von Hunden gegenüber diesen Verunreinigungen existieren, was Unsicherheit über ihre langfristigen Auswirkungen schafft.

Acrylamid: eine krebserregende Verbindung

Der Bericht fand auch sehr hohe Acrylamidwerte in Trockenfutter für Hunde, bis zu 24-mal mehr als in frischen oder gefrorenen. In einem Fall wurden 780 Teile pro Milliarde festgestellt, ein Wert, der mit einer Person vergleichbar ist, die täglich fünf Portionen Pommes frites konsumiert.

Acrylamid bildet sich in kohlenhydratreichen Lebensmitteln, wenn sie bei über 120 °C gekocht werden. Es gilt als „wahrscheinlich krebserregend für Menschen“ und kann die Fortpflanzung bei Tieren beeinträchtigen.

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Hundefutter kann schädliche Verunreinigungen enthalten.

Bisphenole und Phthalate

Die Studie analysierte auch das Vorhandensein von BPA, BPS und DEHP:

  • BPA wird mit fetalen Anomalien, niedrigem Geburtsgewicht und chronischen Krankheiten bei Erwachsenen in Verbindung gebracht.
  • BPS, ein Ersatz für BPA, kann ähnliche Auswirkungen auf das Fortpflanzungssystem haben.
  • DEHP wurde mit mehr als 10 % der weltweiten Sterblichkeit durch Herzkrankheiten bei Erwachsenen im Alter von 55 bis 64 Jahren in Verbindung gebracht.

Trockenfutter für Hunde zeigte die höchsten Werte dieser Verbindungen, während frische und gefrorene die niedrigsten aufwiesen.

Empfehlungen für Haustierbesitzer

Die Spezialisten empfehlen:

  • Nicht in Panik geraten, aber frische oder gefrorene Lebensmittel in Betracht ziehen, wenn das Budget und der tierärztliche Rat dies zulassen.
  • Marken von Trockenfutter wechseln, um die Ernährung zu diversifizieren und die Exposition gegenüber spezifischen Verunreinigungen zu reduzieren.
  • Mehr Transparenz in der Industrie fordern, mit regelmäßigen Analysen von Toxinen und Veröffentlichung der Ergebnisse.

Die Studie des Clean Label Project deckt ein wenig sichtbares Problem auf: das Vorhandensein gefährlicher Verunreinigungen in verpacktem Hundefutter.

Obwohl Langzeitstudien über ihre Auswirkungen auf Haustiere fehlen, deutet die Evidenz auf die Notwendigkeit strengerer Regulierung und sicherer Produktionspraktiken hin. Für die Besitzer liegt der Schlüssel darin, sich zu informieren, die Ernährung zu diversifizieren und Verantwortung von den Marken zu fordern.

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