Während einer Routinekontrolle auf der Ruta 40, auf Höhe der Puente La Rinconada, stoppte das Personal der Delegación de Fauna de Junín de los Andes einen Lastwagen, der 600 Kilo Araukarienkerne ohne Dokumentation transportierte.
Die Ladung war für den illegalen Handel bestimmt, was einen Verstoß gegen das Provinzgesetz Nr. 2539 über die Tierwelt und dessen Durchführungsverordnung 1777/07 darstellt.
Die Operation endete mit der Beschlagnahmung der Kerne und der Ausstellung des entsprechenden Protokolls. Wie in den Vorschriften festgelegt, werden die Früchte an gemeinnützige Institutionen gespendet.
Die Bedeutung der Kerne im Ökosystem
Die Kerne der Araucaria araucana (pehuén) sind entscheidend für das Gleichgewicht des andinen patagonischen Waldes:
- Natürliche Regeneration: Die Araukarie ist eine langsam wachsende Art, die bis zu 40 Jahre brauchen kann, um Samen zu produzieren. Außerdem trägt sie nicht jedes Jahr reichlich Früchte, sodass die massenhafte Entnahme die Erneuerungsmöglichkeiten des Waldes verringert.
- Nahrung für die Tierwelt: Vögel und Säugetiere sind im Herbst und Winter auf die Kerne als Energiequelle angewiesen. Diese Tiere spielen eine ökologische Rolle, indem sie die Samen verbreiten und so die Regeneration fördern.
- Natürliches und kulturelles Erbe: Die Araukarie ist ein Symbol der andinen patagonischen Region, und ihr Schutz gewährleistet die Kontinuität eines einzigartigen Ökosystems in der Welt.

Kulturelle und wirtschaftliche Dimension
Der Kern hat einen tiefen Wert für das Volk der Mapuche-Pewenche, das ihn historisch als Grundnahrungsmittel verwendet. Er wird gekocht oder geröstet verzehrt und in der Gastronomie zur Herstellung von Mehl, Pasteten und Alfajores verwendet. Außerdem liefert er Nährstoffe wie Fettsäuren und Vitamin E.
Jedoch ist die Entnahme ohne Genehmigung in Schutzgebieten verboten und strafbar, da sie die Regeneration des Waldes und die Biodiversität direkt beeinträchtigt.
Erinnerung des Nationalparks Lanín
Die Verwaltung des Nationalparks Lanín erinnerte daran, dass das Sammeln von Kernen innerhalb des Schutzgebiets verboten ist. Sie erklärten, dass es entscheidend ist, die Kerne auf dem Boden zu belassen, um die Kontinuität des andinen Waldes und die Sicherstellung der Nahrung für die einheimische Tierwelt zu gewährleisten.
Die Beschlagnahmung von 600 Kilo Kernen in Neuquén verdeutlicht die Schwere des illegalen Handels mit natürlichen Ressourcen. Die Kerne sind keine einfachen Früchte: Sie sind die Grundlage für die Regeneration der Araukarie, eine wesentliche Nahrungsquelle für die Tierwelt und ein kulturelles Erbe der Region.
Ihr Schutz bedeutet, die Biodiversität und das natürliche Erbe für zukünftige Generationen zu sichern. Wie die Behörden betonten: „Die Araukarien sind ein natürliches und kulturelles Symbol der andinen patagonischen Region. Die Einhaltung der Vorschriften bedeutet, die Biodiversität heute und für zukünftige Generationen zu schützen“.



