Die Wasserbehörde (ADA) hat die Gefahrenkarte für Hochwasser des Einzugsgebiets der Bäche San Francisco, Las Piedras, Sarandí und Santo Domingo genehmigt, kritische Zonen abgegrenzt und Beschränkungen für Bauwerke und Konstruktionen festgelegt. Ziel ist es, die Bodennutzung zu ordnen und Risiken in Bezirken des Ballungsraums zu verringern, die bei steigenden Wasserständen häufig überflutet werden.
Die Karte verbietet die Schaffung von Hindernissen — wie Bauwerken oder Anpflanzungen — ohne vorherige Genehmigung der ADA und schränkt die hydraulische Machbarkeit für Neubauten in Risikogebieten ein.
Simulation und Ergebnisse
Die Studie basierte auf einer Niederschlagssimulation, die der tragischen Überschwemmung in La Plata im Jahr 2013 ähnelte, und identifizierte:
- Maximale Überflutungsniveaus.
- Dynamische Überflutbarkeit.
- Verweildauer des Wassers.
- Am stärksten betroffene Gebiete.
Die Ergebnisse zeigten, dass Quilmes Oeste die am stärksten betroffene Region ist, insbesondere in ehemals feuchten Gebieten, die auf unsichere Weise urbanisiert wurden. Dort leben mehr als 300.000 Anwohner an den Ufern der Bäche.
Betroffene Gemeinden
Das Einzugsgebiet betrifft:
- Avellaneda
- Quilmes
- Lanús
- Lomas de Zamora
- Florencio Varela
- Almirante Brown
Die gefährlichsten Punkte konzentrieren sich auf Straßen, die ihr Wasser in den Bach Las Piedras in San Francisco Solano und Villa La Florida leiten.
Kritische Daten
Laut ADA:
- Die Verweildauer des Wassers mit Höhen über 0,30 Metern ist lang.
- Die Überflutungswerte überschreiten 1,50 Meter und verursachen erhebliche Schäden.
- Es sind Risikomanagementpläne und Notfallmaßnahmen erforderlich, um in den am stärksten betroffenen Gebieten einzugreifen.

Verpflichtungen für die Gemeinden
Die im Amtsblatt veröffentlichte Resolution verpflichtet die Gemeinden, die Informationen der Karte in ihre Raumordnungs- und Bauvorschriften aufzunehmen und Beschränkungen für die Bodennutzung und den Bau in Risikogebieten festzulegen.
Die Karte ermöglicht:
- Identifizierung von Gebieten, die anfällig für Überschwemmungen sind.
- Quantifizierung des potenziellen Ausmaßes von Ereignissen.
- Als Grundlage für die Raumplanung zu dienen.
- Umsetzungsmaßnahmen zur Minderung zu ergreifen.
- Entwicklung von Risikomanagementplänen.
Informationen für die Bevölkerung
Neben der Orientierung der Behörden zielt die Karte darauf ab, die Bürger über das potenzielle Hochwassergefahr zu informieren und Präventions- und Minderungsmaßnahmen zu erleichtern.
Einzugsgebietskomitee und vorrangige Arbeiten
Im April 2024 schuf die Bonaerensische Legislative das Einzugsgebietskomitee für die Bäche San Francisco-Las Piedras, initiiert von den damaligen Bürgermeistern Mayra Mendoza (Quilmes), Mariano Cascallares (Almirante Brown) und Andrés Watson (Florencio Varela).
Im November bestätigte Mendoza die „historische Schuld gegenüber der Gemeinde Quilmes und den Nachbargemeinden“ und forderte Finanzmittel zur Durchführung des Wartungs- und Reinigungsplans für das Einzugsgebiet.
Der Gouverneur Axel Kicillof und der Infrastrukturminister Gabriel Katopodis entwarfen einen Plan mit 15 Schlüsselprojekten für die nächsten zwei Jahre. Eines der vorrangigsten ist der Bau von Regenwasserkanälen im Einzugsgebiet San Francisco-Las Piedras, das sich auf Bernal Oeste auswirken wird.
Der Vorschlag umfasst:
- Bau eines Betonkanals.
- Verstärkung und Stabilisierung von Böschungen.
- Stützmauern an beiden Ufern.
- Umfassende Reinigung des Flussbetts, einschließlich Entfernung von Sedimenten, Abfällen und hinderlicher Vegetation.
Die Gefahrenkarte für Hochwasser und die geplanten Arbeiten zielen darauf ab, das Risikomanagement im Ballungsraum Buenos Aires zu transformieren. Die Kombination aus Raumplanung, Infrastruktur und Gemeinschaftsbeteiligung wird entscheidend sein, um die Auswirkungen von Überschwemmungen zu verringern und Tausenden von Anwohnern mehr Sicherheit zu bieten.



