Die Justiz von Salta erhöhte die Geldstrafe für zwei Unternehmer auf mehr als 21.800 Millionen Pesos (etwa 15 Millionen Dollar) wegen der illegalen Abholzung von mehr als 11.000 Hektar einheimischer Wälder.
Die drastische Maßnahme wurde nach wiederholten Verstößen gegen die Pläne zur Umweltwiederherstellung durch die Täter ergriffen. Vor drei Jahren hatten Aktivisten von Greenpeace bereits die Schwere der Situation mit einem riesigen Plakat vor Ort aufgezeigt.
„Es handelt sich um eine historische Geldstrafe für eine der größten illegalen Abholzungen der letzten Jahrzehnte. Es war ein Ökozid, der mit völliger Straffreiheit unter Einsatz von 18 Bulldozern durchgeführt wurde und erst gestoppt wurde, als die AFIP die Besitzer wegen Sklavenarbeit anzeigte.
Obwohl ihnen befohlen wurde, den Wald — der die Größe einer halben Stadt Buenos Aires hat — wiederherzustellen, taten sie dies nie und setzten ihr landwirtschaftliches Geschäft fort“, sagte Noemí Cruz, die Koordinatorin der Wald-Kampagne von Greenpeace.
Greenpeace-Aktivisten entfalteten ein riesiges Plakat auf einem fast 12.000 Hektar großen Anwesen, das illegal abgeholzt wurde, in der Größe einer halben Stadt Buenos Aires. Die Umweltorganisation prangert an, dass der Besitzer seit 10 Jahren ungestraft den Wald nicht wiederhergestellt hat und landwirtschaftlich produziert. Sie laden die Bürger ein, in einer Volksbefragung darüber abzustimmen, ob illegale Abholzungen und Waldbrände bestraft werden sollen.
Die Argumente der Justiz
Die Staatsanwaltschaft von Salta zeigte, dass es seit 2018 keine Beweise für eine aktive Wiederaufforstung gab.
Im Gegenteil, die Unternehmer setzten nicht genehmigte landwirtschaftliche Aktivitäten fort und lagerten Mais in den geschützten Gebieten, wobei sie die gerichtlichen Auflagen verletzten und einen völligen Mangel an Fortschritten bei der Wiederherstellung des Ökosystems zeigten.
Standort und Verantwortliche
Das betroffene Anwesen befindet sich in der Nähe der Ortschaft Dragones im Norden von Salta. Die Eigentümer und Verantwortlichen sind die landwirtschaftlichen Unternehmer Juan José Karlen und Daniel Darío Karlen.
Diese massive Abholzung wirkt sich direkt auf das Gebiet und den Lebensunterhalt von Wichí-Gemeinschaften und Bauernfamilien aus. Der Fall wurde systematisch von Greenpeace in den Jahren 2013, 2016 und 2023 angeprangert.
Die Forderung nach strengeren Gesetzen
Greenpeace betont, dass, obwohl die wirtschaftliche Sanktion in Argentinien beispiellos ist, das dringende Ziel die Umweltwiederherstellung ist.
Die Organisation hebt hervor, dass die Wälder für die Klima- und Wasserregulierung von entscheidender Bedeutung sind, eine große Biodiversität beherbergen und die Heimat indigener Völker sind.
Aus diesem Grund fordern sie die Bürger auf, zu verlangen, dass effektive Haftstrafen für die Verantwortlichen von Abholzungen und Waldbränden festgelegt werden.