Ein Massenprotest in Mendoza belebt den sozialen und ökologischen Widerstand gegen das Fortschreiten des Bergbauprojekts San Jorge wieder.

Die Kundgebung gegen das Bergbauprojekt San Jorge in Mendoza war für 19 Uhr am Dienstag, den 2. Dezember, angesetzt, aber schon lange vorher war die Kreuzung von San Martín und der Fußgängerzone Sarmiento überfüllt. Die Versammlung brachte Tausende von Menschen mit Plakaten und Fahnen zur Verteidigung des Wassers zusammen.

Die Mobilisierung zeigte eine starke Beteiligung von Jugendlichen, Arbeitern und Studenten. Die massive Präsenz machte erneut deutlich, dass es an sozialer Akzeptanz für extraktive Vorhaben mit hoher Auswirkung fehlt.

Nach dem anfänglichen Lärm zog die Kolonne durch das Zentrum von Mendoza zur Provinzlegislatur. In jedem Block schlossen sich mehr Demonstranten an, die mit Applaus und improvisierten Sirenengeräuschen reagierten.

Greenpeace warnt vor dem Fortschritt des Projekts San Jorge in Mendoza. Foto: La Izquierda Diario.
Ein massiver Vorschlag eröffnete die Debatte über den Fortschritt des Projekts San Jorge in Mendoza. Foto: La Izquierda Diario.

Jüngste Erinnerungen und anhaltende Spannungen

Die Verweise auf 2019 wiederholen sich unter den Teilnehmern. Die populäre Rücknahme der Reform, die den Wasserschutz lockerte, bleibt ein Wendepunkt in der Umweltgeschichte der Provinz.

Das Klima des Misstrauens vertieft sich angesichts des offiziellen Versuchs, die Abstimmung über die Umweltverträglichkeitserklärung zu beschleunigen. Die Behandlung im Senat könnte nächste Woche stattfinden, obwohl weiterhin technische und soziale Bedenken gegen das Projekt bestehen.

Die Provinzregierung hält an ihrer legislativen Agenda fest, trotz der zunehmenden Mobilisierung. Die Bürgerreaktion am Wochenende zeigte jedoch, dass die Umweltkonflikte in fast allen Bezirken weiterhin bestehen.

Territoriale Organisation und Fortsetzung der Forderungen

Die sozio-ökologischen Versammlungen kündigen eine Woche voller Aktionen zur Verteidigung des Wassers an. Parallel dazu wird eine Karawane vorbereitet, die von Uspallata aus startet und verschiedene Bezirke durchquert, um in der Provinzhauptstadt zusammenzukommen.

Die Organisatoren verstehen den Protest als Verteidigung der bestehenden Raumordnung und der restriktiven Vorschriften in Bezug auf die umweltschädliche Bergbauaktivität, weshalb die Massivität des Tages diese Botschaft verstärkt.

Die Projektion neuer Mobilisierungen fällt mit dem parlamentarischen Fortschritt des Dossiers zusammen. Die organisierte Bürgerschaft versucht, einzugreifen, bevor das Projekt seine endgültige gesetzgeberische Definition erreicht.

Das vom Projekt San Jorge vorgeschlagene Extraktionsverfahren

Das Unternehmen San Jorge basiert auf einem Tagebaumodell, das auf die Gewinnung von Kupfer und Gold ausgerichtet ist. Diese Art von Betrieb erfordert große Mengen an Gesteinsbewegungen und den intensiven Einsatz von chemischen Reagenzien, um die interessierenden Mineralien zu trennen.

Der Prozess sieht den Einsatz von Laugung sowie Zerkleinerungs- und Mahlverfahren vor, was zur Erzeugung von Rückständen und Schutt führt, die das Potenzial haben, in die Wassereinzugsgebiete zu filtern. Der Umgang mit diesen Abfällen ist einer der am meisten von Spezialisten kritisierten Punkte.

Die damit verbundenen Umweltauswirkungen umfassen Bodenveränderungen, Veränderung von Wasserläufen, hohen Wasserverbrauch und das Risiko der Verbreitung von giftigen Substanzen. Diese Faktoren erklären die soziale Besorgnis und die Forderung nach einer strengeren Bewertung der kumulativen Auswirkungen der Aktivität.

Greenpeace warnt vor dem Fortschritt des Projekts San Jorge in Mendoza. Foto: Greenpeace.
Ein massiver Vorschlag eröffnete die Debatte über den Fortschritt des Projekts San Jorge in Mendoza. Foto: Greenpeace.

Welche Folgen und Risiken hat es für die Umwelt der Provinz?

Die Hauptsorge der Umweltorganisationen ist der Druck, den diese Art von Projekten auf die Wassersysteme ausübt. Die Andenregion von Mendoza ist ein Schlüsselgebiet für die Trinkwasserversorgung und die Bewässerung und weist Verwundbarkeiten gegenüber großflächigen extraktiven Aktivitäten auf.

Der potenzielle Anstieg von Sedimenten und die mögliche chemische Veränderung des Wassers stellen Risiken für die Biodiversität und die landwirtschaftliche Produktion dar, die das Rückgrat der regionalen Wirtschaft bildet. Die Vereinbarkeit von Tagebau und Erhaltung bleibt in der wissenschaftlichen Gemeinschaft umstritten.

Die gesetzgeberische Diskussion findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem die Provinz weiterhin mit Dürreszenarien und sinkenden Wasserständen konfrontiert ist. Diese Vorgeschichte vertieft die Ablehnung breiter sozialer Sektoren gegenüber dem Bergbauprojekt.

Die Auswirkungen auf Wasser, Gesundheit und Umwelt

Der Tagebau erfordert große Mengen an Süßwasser für seine Prozesse. In einer halbwüstenartigen Provinz wie Mendoza übt dieser Verbrauch Druck auf eine bereits knappe Ressource aus. Jede Reduzierung der Verfügbarkeit beeinträchtigt die landwirtschaftliche Bewässerung und die städtische Versorgung.

Die Veränderung von Grundwasserleitern und Oberflächengewässern kann sauren Wasserabfluss erzeugen. Dieses Phänomen setzt Schwermetalle wie Arsen und Kadmium in das Wassersystem frei. Einmal kontaminiert, benötigen die Wasserkörper Jahrzehnte, um sich zu erholen.

Die langfristige Exposition gegenüber Schwermetallen hat nachgewiesene Auswirkungen auf die Gesundheit. Sie kann neurologische Störungen, Atemprobleme und Nierenerkrankungen verursachen. Die in der Nähe von Abbaugebieten lebenden Bevölkerungen sind am stärksten gefährdet.

Auch die Umwelt erleidet erhebliche Verluste. Die Bergökosysteme, die fragil und langsam in der Regeneration sind, sind besonders betroffen. Die Fragmentierung des Lebensraums verändert die Biodiversität und gefährdet einheimische Arten.

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