Eine besondere Prognose: Der Winter in Buenos Aires könnte laut SMN mit mehr Regen und höheren Temperaturen kommen.

Der Nationale Wetterdienst (SMN) hat vorausgesagt, dass das kommende Quartal in weiten Teilen Argentiniens andere klimatische Bedingungen als üblich aufweisen könnte. Für Mai, Juni und Juli prognostiziert die Behörde normale oder überdurchschnittliche Temperaturen in der Provinz Buenos Aires und anderen Regionen im Zentrum des Landes.

Darüber hinaus weist der offizielle Bericht auch auf eine erhöhte Wahrscheinlichkeit von Niederschlägen hin, die über den historischen Werten für diese Jahreszeit liegen. Infolgedessen haben verschiedene Produktionssektoren begonnen, die Entwicklung der Prognosen aufmerksam zu verfolgen, insbesondere in landwirtschaftlichen und viehwirtschaftlichen Gebieten, die empfindlich auf übermäßige Feuchtigkeit reagieren.

Das prognostizierte Szenario tritt nach Monaten auf, die von starken klimatischen Kontrasten in Südamerika geprägt waren. Während einige Regionen unter anhaltender Dürre litten, erlebten andere intensive Stürme, Überschwemmungen und abrupte Temperaturänderungen, die mit atmosphärischen und ozeanischen Schwankungen verbunden sind.

Auffällige Prognose: Der Winter in Buenos Aires könnte laut SMN mit mehr Regen und höheren Temperaturen kommen. Foto: NA.
Auffällige Prognose: Der Winter in Buenos Aires könnte laut SMN mit mehr Regen und höheren Temperaturen kommen. Foto: NA.

Wie interpretiert der SMN die vorhergesagten Temperaturen und Niederschläge?

Um diese Projektionen zu erstellen, verwendet der Nationale Wetterdienst ein statistisches System, das auf klimatischen Tertilen basiert. Diese Methode teilt die historischen Temperatur- und Niederschlagsaufzeichnungen in drei Kategorien: unter dem Normalwert, normal und über dem Normalwert.

Im Fall der Temperaturen umfasst der als normal betrachtete Bereich Werte, die nahe am historischen Durchschnitt liegen, mit einer ungefähren Abweichung von einem halben Grad. Wenn die Werte diesen Bereich überschreiten, fallen sie in die Kategorie über dem Üblichen.

Die Behörde stellte jedoch klar, dass diese Art von Prognosen keine spezifischen extremen Phänomene beschreibt. Daher könnten, obwohl das Quartal höhere Durchschnittstemperaturen aufweisen könnte, dennoch Kältewellen, starke Fröste oder schwere Stürme in kurzen Zeiträumen auftreten.

Gleichzeitig werden die dreimonatigen Klimavorhersagen durch die gemeinsame Analyse von internationalen numerischen Modellen, nationalen statistischen Werkzeugen und der ständigen Überwachung ozeanischer und atmosphärischer Variablen erstellt.

Welche Faktoren können einen wärmeren und regnerischen Winter verursachen?

Verschiedene globale Klimaprozesse können diese Art von Szenarien beeinflussen. Dazu gehört die Temperatur des Atlantischen Ozeans, deren thermische Anomalie die Feuchtigkeitszirkulation zum Kontinent verändern und häufigere Niederschläge begünstigen kann.

Darüber hinaus bleiben die Schwankungen im äquatorialen Pazifik entscheidend für die atmosphärische Dynamik Südamerikas. Obwohl derzeit kein starkes El Niño- oder La Niña-Ereignis vorherrscht, bestehen ozeanische Bedingungen, die das Verhalten der Niederschläge und Temperaturen verändern können.

Andererseits erhöht die globale Erwärmung auch die Wahrscheinlichkeit extremer Wetterereignisse und verändert die historischen Muster. Experten warnen, dass die Jahreszeiten zunehmend variabler werden, mit weniger stabilen Wintern und intensiveren meteorologischen Episoden.

Hinzu kommt der Einfluss atmosphärischer Blockaden, persistenter Frontsysteme und feuchter Luftmassen aus dem Norden, Faktoren, die regenreiche Perioden selbst in den kältesten Monaten des Jahres verstärken können.

Auffällige Prognose: Der Winter in Buenos Aires könnte laut SMN mit mehr Regen und höheren Temperaturen kommen. Foto: NA.
Auffällige Prognose: Der Winter in Buenos Aires könnte laut SMN mit mehr Regen und höheren Temperaturen kommen. Foto: NA.

Die Umwelt- und Produktionsauswirkungen intensiver Regenfälle

Die Niederschläge über dem Normalwert haben sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die Ökosysteme und menschlichen Aktivitäten. Einerseits ermöglichen sie die Wiederherstellung von Wasserreserven in Feuchtgebieten, Lagunen und Böden, die trockene Perioden durchlaufen haben.

Allerdings können die Wasserüberschüsse auch Überschwemmungen, Bodenerosion und Komplikationen in städtischen Gebieten verursachen. In stark versiegelten Städten erhöhen intensive Regenfälle das Risiko von Überschwemmungen und beeinträchtigen die Funktion von Entwässerungssystemen und Wasserläufen.

Im ländlichen Bereich erschwert der Überschuss an Feuchtigkeit zudem die landwirtschaftlichen Arbeiten, verändert die Produktionszyklen und begünstigt das Auftreten von Krankheiten in Kulturen und Vieh. Daher ist die Überwachung der Klimaprognosen entscheidend, um Anpassungsstrategien und nachhaltiges Management in einem zunehmend veränderlichen Klimakontext zu planen.

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