Die UNO-DH in Mexiko äußerte ihre Bestürzung über die Morde an der Journalistin Roxana Guzmán und dem Umweltaktivisten Alex Serna, die im Juni und Juli 2026 stattfanden.
Die Organisation forderte die mexikanischen Behörden auf, die Vorfälle aufzuklären und Gerechtigkeit zu gewährleisten, wobei die Ausübung der Meinungsfreiheit beider Opfer als Ermittlungsansatz berücksichtigt werden sollte.
Die Fälle
- Roxana Guzmán: Direktorin eines digitalen Mediums, wurde Anfang Juni in Veracruz entführt. Ihre Überreste wurden Tage später identifiziert. Sie war die einzige Frau, die die Polizeiquelle im Süden des Staates abdeckte.
- Alex Serna: Kommunikator, spezialisiert auf Umweltthemen, verschwand in Guerrero und sein Körper wurde nach mehreren Tagen gefunden. Er trug zur Verteidigung von Wasser und Land bei und prangerte mögliche Korruptionsakte an.
Die UNO-DH betonte die Notwendigkeit, sichere Bedingungen für die Ausübung des Journalismus und die Umweltverteidigung zu gewährleisten, insbesondere angesichts der unterschiedlichen Risiken, denen Journalistinnen ausgesetzt sind.

Reaktionen und Festnahmen
Der Fall Guzmán erschütterte das Land, nachdem ein Video ihrer Entführung veröffentlicht wurde. Acht Personen wurden festgenommen, darunter Gemeindepolizisten, obwohl der Bundesminister für Sicherheit, Omar García Harfuch, warnte, dass noch weitere Festnahmen ausstehen.
Die Präsidentin Claudia Sheinbaum rief Journalisten dazu auf, sich an das Innenministerium zu wenden, um Schutzmaßnahmen zu beantragen, wenn sie ihre Sicherheit gefährdet sehen.
Gewaltkontext
Laut der Organisation Artikel 19 wurden seit dem Jahr 2000 in Mexiko 176 Journalisten ermordet und weitere 32 sind verschwunden.
Staaten wie Veracruz und Guerrero konzentrieren eine besorgniserregende Anzahl von Angriffen auf Kommunikatoren und Umweltverteidiger.
Schutz von Umweltaktivisten
Der Schutz der Umwelt ist entscheidend, um Ökosysteme und Menschenrechte vor wirtschaftlichen und extraktiven Interessen zu bewahren.
Gründe für den Schutz
- Lebenswichtige Verteidigung: Sie schützen Wälder, Wasser und Biodiversität vor Verschmutzung und Klimawandel.
- Soziale Gerechtigkeit: Sie schützen angestammte und gemeinschaftliche Gebiete vor Missbrauch und Vertreibungen.
- Demokratische Kontrolle: Sie stoppen Korruption und fordern Transparenz bei Entscheidungen über die Landnutzung.
Grundlegende Rechte in Gefahr
- Recht auf Leben und Sicherheit: Sie sind Bedrohungen, Belästigungen und körperlichen Angriffen ausgesetzt.
- Meinungs- und Vereinigungsfreiheit: Sie leiden unter Kriminalisierung und Verfolgung.
- Zugang zu Informationen und Gerechtigkeit: Sie benötigen Rahmen wie das Abkommen von Escazú, um ohne Repressalien an Umweltentscheidungen teilzunehmen.
Die Morde an Roxana Guzmán und Alex Serna spiegeln die Verwundbarkeit von Journalisten und Aktivisten in Mexiko wider.
Die Forderung der UNO-DH zielt darauf ab, Gerechtigkeit zu gewährleisten und Schutzmechanismen zu stärken, wobei anerkannt wird, dass die Verteidigung der Meinungsfreiheit und der Umwelt wesentliche Säulen für Demokratie und Menschenrechte sind.



