Das Ministerium für Umwelt und soziale Entwicklung (Mades) hat ein Gutachten gegen das von Abgeordnetem José Rodríguez Maciel geförderte Gesetzesprojekt abgegeben, das darauf abzielte, Prospektions- und Erdöl- und Erdgasförderungsaktivitäten im Nationalpark Médanos del Chaco, einem geschützten Wildgebiet von 605.000 Hektar, zu genehmigen.
Minister Rolando De Barros Barreto übermittelte der Abgeordnetenkammer und der Gesetzgebungskommission technische und juristische Berichte, die von der Generaldirektion für Schutz und Erhaltung der Biodiversität und der Rechtsberatung des Mades erstellt wurden.
Rechtliche und umweltbezogene Argumente
Das Gutachten stützt sich auf:
- Gesetz 352/94 über Schutzgebiete: verbietet die Besetzung von als geschützte Wildgebiete erklärten Flächen.
- Prinzip der Unverjährbarkeit: Die Ländereien des Parks sind unveräußerliches Erbe des Staates.
- Nationale Umweltpolitik (PAN): verbunden mit dem Nationalen Entwicklungsplan Paraguay 2023, der Prinzipien wie festlegt:
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- Nicht-Rückschritt: Umweltpolitiken dürfen nicht in Nachhaltigkeitsstandards zurückfallen.
- Erhaltung: Schutz der Biodiversität und der natürlichen Ressourcen für die gegenwärtigen und zukünftigen Generationen.
Gefährdetes Ökosystem
Der Nationalpark Médanos del Chaco ist ein einzigartiges Ökosystem in Paraguay, Heimat emblematischer Arten wie dem Jaguar und dem Guanako, sowie strategischer Wasserquellen wie dem Yrenda-Aquifer und der Quelle des Timane-Flusses. Die Erdölförderung würde sowohl die Biodiversität als auch die Wassersicherheit der Region gefährden.

Soziale Reaktionen
Die Koalition für die Wälder, bestehend aus zivilgesellschaftlichen Organisationen und Umweltverbänden, äußerte ihre Ablehnung des Projekts und wies darauf hin, dass:
- Es das Prinzip des Nicht-Rückschritts im Umweltschutz verletzen würde.
- Es internationalen Verpflichtungen wie dem Pariser Abkommen und dem Kunming-Montreal Global Biodiversity Framework widersprechen würde.
- Es könnte die Verhandlungen über das Mercosur-EU-Abkommen beeinträchtigen, das hohe Umweltstandards erfordert.
Legislative Vorgeschichte
Das Mades hatte in den Vorjahren bereits den Kongress gebeten, ähnliche Vorschläge nicht zu unterstützen, was zur Archivierung von Projekten zur Änderung des Gesetzes Nr. 5723/2016 führte. Die Beharrlichkeit, extraktive Aktivitäten in Schutzgebieten zu ermöglichen, weckt Besorgnis über den Präzedenzfall, der in der paraguayischen Umweltpolitik geschaffen werden könnte.
Internationale Dimension
Die Diskussion über Médanos del Chaco geht über das Lokale hinaus. Der Druck, Erkundungen in Schutzgebieten zu ermöglichen, steht im Widerspruch zu Paraguays internationalen Verpflichtungen in Bezug auf Klimawandel und Biodiversität. Die Genehmigung dieses Projekts könnte das Ansehen des Landes in multilateralen Verhandlungen schwächen und strategische Handelsabkommen gefährden.
Die Ablehnung durch das Mades bekräftigt die Bedeutung der Erhaltung der Integrität der Schutzgebiete gegenüber extraktiven Druck. Der Schutz des Nationalparks Médanos del Chaco bewahrt nicht nur ein einzigartiges Ökosystem, sondern auch internationale Verpflichtungen und garantiert Umweltrechte für zukünftige Generationen. Die Entscheidung setzt einen wichtigen Präzedenzfall in der paraguayischen Umweltpolitik und unterstreicht die Notwendigkeit, die ökologische Governance zu stärken.



