Am 3. März steht die Feier des Welttags des Artenschutzes im Zeichen der Bedeutung von Heilpflanzen und Aromapflanzen, die grundlegende Elemente für die menschliche Gesundheit, die Bewahrung des kulturellen Erbes und die Aufrechterhaltung des ökologischen Gleichgewichts sind.
Pflanzen als Säulen des Lebens und der Gesundheit
Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat dieses Datum zur Erinnerung an die Unterzeichnung des Übereinkommens über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten (CITES) im Jahr 1973 festgelegt.
In der Ausgabe von 2026 liegt der Fokus auf dem Wert der Pflanzenarten, die die Wirtschaft und das Wohlergehen von Millionen von Menschen stützen.
Laut Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) greifen zwischen 70% und 95% der Einwohner in Entwicklungsländern auf die traditionelle Medizin für ihre Primärversorgung zurück.

Weltweit werden zwischen 50.000 und 70.000 Arten zu medizinischen Zwecken gesammelt. Dennoch sind viele dieser Pflanzen aufgrund von Bedrohungen durch Übernutzung, illegalen Handel und Lebensraumzerstörung stark gefährdet.
Tatsächlich sind mehr als 20% der in diesem Bereich genutzten Arten auf der Roten Liste der IUCN als vom Aussterben bedroht eingestuft.
Erhaltungsmaßnahmen in Misiones
In der Provinz Misiones, insbesondere im Süden, leitet die Fundación Temaikèn Initiativen zur Rettung von endemischen Pflanzen.
Jerónimo Torresín, Vertreter des Programms Wald und Grasland, weist darauf hin, dass es im Vergleich zur Fauna eine Informationslücke bezüglich der Flora gibt, was deren Kategorisierung und effektiven Schutz erschwert.
Viele dieser Arten, die in der Region einzigartig sind, besitzen aromatische und medizinische Eigenschaften, die noch weiter erforscht und geschützt werden müssen.

Das Paraná-Delta: Bedrohte Biodiversität
Die Region des Paraná-Deltas ist ein weiterer kritischer Punkt. Germán Hansen, vom gleichnamigen Programm der Fundación Temaikèn, betont, dass die einheimische Vegetation wichtige Umweltleistungen bietet, wie die Klimaregulierung, die Bereitstellung von Fasern, Holz und die Bodenfixierung.
Dieses Ökosystem, das mehr als 700 Pflanzenarten beherbergt, leidet unter dem Druck von Urbanisierung, Bränden, Verschmutzung und der Invasion von exotischen Arten (wie der gelben Schwertlilie oder der schwarzen Akazie).
Ein alarmierender Fall ist das Verschwinden der „Weißen Wälder„, Uferwälder, die durch produktive Aktivitäten dezimiert wurden. Angesichts dessen werden Strategien zur Wiederherstellung, Umweltbildung und zur Schaffung von biologischen Korridoren zusammen mit den lokalen Gemeinschaften gefördert.
Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Nutzung
Der Globale Rahmen für biologische Vielfalt betont die Dringlichkeit, eine nachhaltige Nutzung dieser Ressourcen sicherzustellen.
Da eine von fünf Personen weltweit auf Wildpflanzen, Pilze und Algen für ihren Lebensunterhalt angewiesen ist, sind Sensibilisierung und die Stärkung der Vorschriften wesentliche Schritte, um sicherzustellen, dass diese wertvollen Ressourcen in ihrem natürlichen Zustand überleben und weiterhin der Menschheit zugutekommen.



