Eine Studie zeigt, dass die Produktion auf Familienbetrieben eine bessere Umweltleistung erbringt als nicht-familiäre Betriebe.

Obwohl die Familienproduktion für etwa 80 % der frischen Lebensmittel in Bezug auf den Wert verantwortlich ist, wurde bisher wenig Analyse auf ihre Umweltauswirkungen gewidmet.

Dieser Mangel motivierte eine gemeinsame Studie zwischen der Fakultät für Agronomie der UBA (FAUBA) und dem Institut für Agrarforschung (INIA) in Uruguay, deren Ziel es war, den ökologischen Fußabdruck dieser Produktionssysteme zu bestimmen.

Die Forschung entstand aufgrund des Mangels an Informationen und sektoralen Politiken in Argentinien und wurde in Uruguay durchgeführt, wo Familienbetriebe untersucht und mit nicht-familiären Betrieben verglichen wurden. Die Arbeit stützte sich auf Satellitendaten, die 70 % der landwirtschaftlichen Fläche des Nachbarlandes abdecken.

Ein globales und regionales Panorama

Die Studie erinnert daran, dass 98 % der landwirtschaftlichen Betriebe weltweit familiär sind und zwischen 53 % und 75 % der landwirtschaftlichen Flächen abdecken.

In Südamerika stellen sie 82 % der Betriebe dar, decken jedoch nur 18 % der Anbaufläche ab. In Uruguay machen sie insbesondere 36 % der Betriebe aus und nur 7 % der landwirtschaftlichen Fläche.

Deutliche Ergebnisse

Die Ergebnisse waren klar: In 96,8 % der Vergleiche war die Umweltleistung der Familienbetriebe besser als die der nicht-familiären Betriebe.

Laut Hernán Dieguez, Dozent an der FAUBA, erhalten diese Betriebe mehr natürliche Lebensräume wie Wälder und Grasland, bewahren die Böden besser, sind biodiverser und bieten mehr Ökosystemdienstleistungen.

Außerdem wurde beobachtet, dass Familienbetriebe resilienter sind: Angesichts des Fortschreitens der Landwirtschaft war die Bereitstellung von Ökosystemdienstleistungen weniger betroffen als bei nicht-familiären Betrieben. Die Ergebnisse wurden in der wissenschaftlichen Zeitschrift Agricultural Systems veröffentlicht.

producción familiar
Erfahren Sie, wie die Familienproduktion 80 % der frischen Lebensmittel ausmacht und ihre Bedeutung für die Umwelt.

Verwurzelung und Multifunktionalität

Eine der relevantesten Schlussfolgerungen ist, dass die Verwurzelung im Land und die generationenübergreifende Weitergabe Schlüsselfaktoren für eine bessere Umweltleistung sind. Familienbetriebe fördern multifunktionale Landschaften, die vielfältige Güter und Umwelt-, Sozial- und Wirtschaftsvorteile bieten. Sie produzieren nicht nur Lebensmittel und Grundprodukte, sondern tragen auch zur Erosionskontrolle, Hochwasservorbeugung und Bodenbildung bei, unter anderem durch Ökosystemdienstleistungen.

Dieguez stellte klar, dass dies nicht bedeutet, dass extensive Anbauformen nicht nachhaltig sein können, da viele Produzenten gute Praktiken anwenden. Er betonte jedoch die Bedeutung, die Bewirtschaftung und Ressourcennutzung in jedem Betrieb genau zu analysieren.

Die Herausforderung in Argentinien

Der Dozent bedauerte, dass die Studie in Argentinien nicht wiederholt werden kann, da es an öffentlichen Informationen über die Art der Produzenten fehlt, die jedes Grundstück bewirtschaften. Er wies darauf hin, dass viele argentinische Regionen den uruguayischen in physischen, biologischen und produktiven Aspekten ähnlich sind, was wertvolle Vergleiche ermöglichen würde.

Zu dieser Schwierigkeit kommt die Desorganisation der öffentlichen Politik zur Unterstützung der familiären Landwirtschaft hinzu. Programme wie das Nationale Institut für familiäre, bäuerliche und indigene Landwirtschaft, das ProHuerta oder die Nationale Direktion für Agrarökologie wurden unterfinanziert oder ausgehöhlt, was die Fähigkeit des INTA beeinträchtigt, kleinen Produzenten technische Unterstützung zu bieten.

Schlussfolgerungen der Studie

Die Studie zeigt die Notwendigkeit auf, in öffentliche Politiken zu investieren, die die Familienproduktion unterstützen. Über das Einkommen hinaus, das jeder Produzent erzielen kann, bietet diese Art der Bewirtschaftung kollektive Vorteile, sowohl bei der Bereitstellung von Lebensmitteln als auch bei der Erhaltung und Resilienz der Agrarökosysteme. Ihr Wert zu erkennen, ist entscheidend, um zu nachhaltigeren und gerechteren Produktionssystemen zu gelangen.

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