Die Regierung von Ecuador hat die unbefristete Aussetzung von mehr als 80 Bergwerken in der Provinz El Oro angeordnet, nachdem kritische Verschmutzungsniveaus in den Flüssen Calera und Amarillo festgestellt wurden.
Untersuchungen der Wasserregulierungs- und Kontrollbehörde (ARCA) ergaben Konzentrationen von Cyanid, Arsen, Cadmium, Kupfer und Blei, die weit über den zulässigen Höchstgrenzen liegen, was ein ernsthaftes Risiko für das aquatische und wilde Leben darstellt.
Alarmierende Ergebnisse
Die Studie ergab, dass im Fluss Calera die Schadstoffbelastung in dem Abschnitt, in dem die Aufbereitungsanlagen betrieben werden, kritisch ansteigt.
- Erhöhung von 535,6 % bei Blei.
- Anstieg von 465,79 % bei Cyanid.
- Einleitungen mit Arsen- und Cyanidwerten, die die gesetzlichen Grenzen weit überschreiten.
Der Ministerialbeschluss kam zu dem Schluss, dass es einen technischen Kausalzusammenhang zwischen den Einleitungen der Anlagen und der Verschlechterung der Wasserressource gibt.
Ergriffene Maßnahmen
Die Resolution 0005 des Ministeriums für Umwelt und Energie (MAE), unterzeichnet von Ministerin Inés Manzano, legt fest:
- Unbefristete Stilllegung der Aufbereitungsanlagen in El Oro.
- Aussetzung von Bergbauaktivitäten in der Provinz Napo, die mit Verschmutzung durch illegalen Bergbau verbunden sind.
- Verwaltungsverfahren innerhalb von zehn Tagen, um Bergbauunternehmen zu sanktionieren.
- Alle fünfzehn Tage Inspektionen zur Überprüfung der Einhaltung der Aussetzung.
- Schließung von Einrichtungen und Beschlagnahme von mineralisiertem Material durch die Bergbau-Regulierungs- und Kontrollbehörde (Arcom).
Das beschlagnahmte Material wird der Nationalen Bergbaugesellschaft (Enami) zur Verarbeitung und Vermarktung übergeben.
Überwachung und Kontrolle
Die ARCA wird mit der Unterabteilung für Umweltqualität koordinieren, um innerhalb von zwei Monaten Wasserqualitätsüberwachungen in El Oro, Loja und Napo durchzuführen. Darüber hinaus wird von den Bergwerken und Konzessionen gefordert:
- Zertifikate für Umweltgenehmigungen und Registrierung gefährlicher Chemikalien.
- Zertifikate über keine Beeinträchtigung der Wasserressource.
- Genehmigung für die Nutzung und den Verbrauch von Wasser.
Das Vize-Ministerium für Wasser muss innerhalb eines Monats Mechanismen zum Schutz der Wasserressourcen in Napo umsetzen.
Reaktionen des Sektors
Die Kammer für Bergbau von Ecuador (CME) unterstützte die Resolution und betonte, dass der legale und industrielle Bergbau unter strengen Umweltstandards operiert und dass es notwendig ist, diejenigen zu sanktionieren, die die Vorschriften nicht einhalten. Die Gewerkschaft stellte klar, dass sie keine Mitgliedsunternehmen in Napo hat und bekräftigte ihr Engagement für den Umweltschutz.
Die Aussetzung der Aufbereitungsanlagen in El Oro und die Stilllegung der Aktivitäten in Napo spiegeln die Schwere der durch den Bergbau verursachten Umweltkrise wider. Die hohen Konzentrationen von Schwermetallen in den Flüssen Calera und Amarillo zeigen ineffiziente Behandlungssysteme und gefährden die Biodiversität und die Gesundheit der Gemeinden.
Die Maßnahme zielt darauf ab, die Verschlechterung der Wasserressourcen zu stoppen und den Kampf gegen den illegalen Bergbau zu stärken, stellt jedoch eine langfristige Herausforderung dar: sicherzustellen, dass die Ressourcenausbeutung unter nachhaltigen Standards und mit Umweltverantwortung erfolgt.



