Nach dem Erfolg des Mikrosatelliten Atenea zusammen mit der NASA-Mission Artemis II bereitet sich die CONAE auf eine neue Herausforderung vor: den Start des Satelliten Sabia Mar, der zwischen April und Dezember 2027 geplant ist. Dieses Projekt, das vollständig in Argentinien entwickelt wurde, hat das Hauptziel, die Kontinentalschelf und die Gesundheit des Argentinischen Meeres zu überwachen.
Technologie der neuesten Generation
Der Sabia Mar wird der erste argentinische Satellit sein, der mit fortschrittlichen optischen Instrumenten ausgestattet ist:
- Interne Kameras, die empfindlich auf den sichtbaren Bereich des elektromagnetischen Spektrums reagieren.
- Fähigkeit, minimale Variationen in der Wasserfarbe zu registrieren.
- Präzise Messung der Meereschlorophyll, einem Schlüsselindikator der ozeanischen Nahrungskette.
Laut dem Ingenieur Martín Álvarez, Projektleiter, werden diese Kameras Informationen mit einer höheren Auflösung liefern als jeder andere Satellit im Betrieb.
Strategische Anwendungen
Der Satellit wird wertvolle Daten liefern für:
- Erkennung illegaler Fischerei: Er wird mit einer speziellen Kamera ausgestattet sein, um nachts die Lichter von Schiffen in der Argentinischen Ausschließlichen Wirtschaftszone zu identifizieren.
- Überwachung von giftigen roten Gezeiten: Er wird schädliche Algenblüten erkennen, die Wale und Muscheln betreffen und Risiken für die menschliche Gesundheit darstellen.
- Aquakultur und Fischproduktion: Er wird helfen, Fangverbote festzulegen und die öffentliche Gesundheit zu schützen.
- Wissenschaftliche Forschung: Er wird Daten über die Wasserfarbe und die Nährstoffdynamik im Meer liefern.

Abmessungen und Betrieb
- Gewicht: 532 kg.
- Höhe: 2 Meter.
- Durchmesser: 1,60 m mit geschlossenen Paneelen und 9 m mit geöffneten Paneelen.
- Nutzungsdauer: 5 Jahre.
- Umlaufbahn: Er wird die Erde in 98 Minuten umrunden und Daten an die Stationen in Córdoba und Tolhuin (Feuerland) übermitteln.
Derzeit ist der Satellit zu 95 % integriert und befindet sich in der Phase der Umweltprüfungen, um seine Widerstandsfähigkeit beim Start zu gewährleisten.
Eine kollaborative Anstrengung
Das Projekt umfasst wichtige Institutionen des Landes:
- INVAP.
- Nationale Kommission für Atomenergie (CNEA).
- Nationale Universität von La Plata (UNLP).
- VENG S.A..
Die Forscherin Carolina Tauro, Hauptforscherin, betonte, dass der Sabia Mar eine ständige „Panoramasicht“ auf das Meer bieten wird, was mit direkten Messungen unmöglich zu erreichen ist.
Der Sabia Mar stellt einen technologischen und wissenschaftlichen Fortschritt für Argentinien dar. Er wird nicht nur die illegale Fischerei überwachen und die marine Biodiversität schützen, sondern auch das Land als Referenz in der Entwicklung von Umweltsatelliten festigen.
In einem globalen Kontext, in dem Ernährungssicherheit und der Schutz der Ozeane Prioritäten sind, wird dieser Satellit ein strategisches Werkzeug für die Zukunft des Argentinischen Meeres sein.



