Textilrecycling und nachhaltige Mode in Mendoza: ein Workshop, der Abfälle in Chancen verwandelt

In Godoy Cruz (Mendoza), eine Gruppe von Frauen nimmt am Workshop für Recycling und Textildesign des Programms CostuRed teil, das von Industrien und Geschäften verworfene Materialien in neue Kleidungsstücke und Accessoires umwandelt.

Die Initiative zielt darauf ab, die Umweltauswirkungen der Modeindustrie zu reduzieren, die als die zweitverschmutzendste der Welt gilt, aufgrund ihres Wasserverbrauchs, ihrer Treibhausgasemissionen und der massiven Abfallproduktion.

Ziele und institutionelle Zusammenarbeit

Das Projekt entsteht aus der Zusammenarbeit zwischen der Direktion für Umwelt, Energie und Klimawandel und der Direktion für Bildung und Berufsausbildung der Gemeinde.

Wie Nicolás Tello und Belén Verasay im Gespräch mit dem Portal Los Andes erklärten, besteht das Ziel darin, Unternehmen, die Textilabfälle erzeugen, mit lokalen Unternehmern zu verbinden, die Kreislaufwirtschaft und neue Produktionsmöglichkeiten zu fördern.

Der Arbeitsprozess

  • Sammlung und Klassifizierung von Stoffen durch das Umweltteam.
  • Planung von Workshops je nach Saison und verfügbaren Materialien.
  • Schulung in Design, Nähen, digitalem Marketing und Vermarktung.
  • Kostenlose Bereitstellung von Materialien an Teilnehmer und Unternehmer nach Kriterien der verantwortungsvollen Nutzung.

Produkte und Kreativität

Die Teilnehmerinnen entwickeln Accessoires wie Taschen, Rucksäcke und Necessaires, sowie innovative Vorschläge wie Schürzen, Haustierbetten und Kleidungsstücke, die durch Techniken der Anpassung verändert werden. Die Vielfalt der Materialien erfordert die Anpassung von Designs, fördert die Kreativität und erzeugt einzigartige Stücke.

reciclaje textil
Das Textilrecycling in Godoy Cruz fördert die Kreislaufwirtschaft und bietet produktive Möglichkeiten.

Unternehmerisches Zeugnis

Eine der Teilnehmerinnen ist Aivi Sissa, die Schöpferin von Hilaría Circular, die im Textildesign eine Möglichkeit fand, ihre Bedenken über den Massenkonsum zu kanalisieren. Ihr Projekt basiert auf der Wiederverwendung von Stoffresten, um einzigartige Stücke zu schaffen. „Es ist nicht so einfach, etwas kostenlos zu bekommen. Es gibt Kosten in diesem ganzen Prozess“, erklärte sie dem genannten Portal und hob die Reinigung und Klassifizierung von Materialien als Teil der unsichtbaren Arbeit hinter jedem Produkt hervor.

Derzeit spezialisiert sie sich auf Taschen und plant, sich auf Bekleidung auszuweiten. Ihr Aufenthalt bei CostuRed ermöglichte ihr den Zugang zu wichtigen Materialien und Schulungen, die ihr Unternehmen festigten. Außerdem betonte sie das Gemeinschaftsgefühl, das im Workshop entstanden ist: „Wir helfen uns sehr, sowohl technisch als auch kreativ“.

Soziale und ökologische Auswirkungen

Das Programm lehrt nicht nur Näh- und Wiederverwendungstechniken, sondern auch Werkzeuge zum Aufbau einer Marke und zur Teilnahme an Messen. Es fungiert als Raum für Unterstützung und Austausch, fördert kollektives Lernen und den Austausch von Wissen.

In einem Kontext, in dem geschätzt wird, dass 73 % der Kleidung auf Mülldeponien landet oder verbrannt wird und weniger als 1 % recycelt wird, zeigen Initiativen wie CostuRed, wie nachhaltiges Design und gemeinschaftliche Zusammenarbeit neue Wege des Produzierens und Konsumierens eröffnen können.

Der Workshop in Godoy Cruz ist ein Beispiel dafür, wie sich Mode durch Recycling und soziale Wirtschaft neu erfinden kann. Durch die Umwandlung von Abfällen in wertvolle Produkte entstehen wirtschaftliche Chancen, die Gemeinschaft wird gestärkt und es wird dazu beigetragen, die globale Umweltkrise zu bewältigen.

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