Corrientes feiert 19 Jahre des Projekts zur Wiedereinführung des Großen Ameisenbären in die Esteros del Iberá.

Die Stiftung Rewilding Argentina feierte das 19. Jubiläum des Wiedereinführungsprogramms des Großen Ameisenbären in den Esteros del Iberá. Die Art, lokal bekannt als Yurumí, war Mitte des 20. Jahrhunderts in Corrientes aufgrund von Wilderei, Bränden und der Zerstörung ihres Lebensraums verschwunden.

Das 2007 gemeinsam mit der Provinzregierung und Tompkins Conservation gestartete Projekt wurde zum ersten weltweiten Wiedereinführungsprogramm für Ameisenbären und rettete über 110 verwaiste Exemplare oder solche, die durch zivile Warnungen gemeldet wurden, und setzte sie im Iberá-Park frei.

Operative Schwerpunkte des Programms

Rettungsprotokolle: adaptive Rehabilitation und Freilassung von Individuen aus nördlichen Provinzen wie Chaco und Formosa.

Wilde Geburten: mehrere Generationen wuchsen in Freiheit auf und konsolidierten autonome Populationen.

Aktuelle Verbreitung: Die Ameisenbären haben ihre ökologische Rolle in großen Teilen der Esteros wiedererlangt und verbreiten ihre Präsenz in Corrientes.

Ökologische und soziale Auswirkungen

Das Projekt zeigte, dass Rewilding in Argentinien machbar ist, wenn es eine Koordination zwischen Wissenschaftlern, Institutionen und lokalen Gemeinschaften gibt. Zu den Ergebnissen gehören:

  • Konservatorisches Leuchtfeuer: ebnete den technischen Weg für andere Programme zur Wiedereinführung einheimischer Arten.
  • Umfassende Wiederherstellung: die angewandte Methodik dient als Grundlage, um Schlüsselräuber und -pflanzenfresser in verschiedenen Ökosystemen zurückzubringen.
  • Naturtourismus: die Anwesenheit von über 200 freilebenden Ameisenbären fördert die lokale Wirtschaft und schafft Arbeitsplätze in den Bereichen Führungen, Hotellerie und Dienstleistungen.
Großer Ameisenbär
Die Wiedereinführung des Großen Ameisenbären markiert einen Meilenstein im Naturschutz.

Der Rettungs- und Freilassungsprozess

Die Spezialisten wenden einen dreistufigen Plan an:

  1. Rettung und Aufzucht: verwaiste Babys werden mit Flaschen gefüttert und lernen zu klettern.
  2. Training: in Gehegen des Iberá entwickeln sie Fähigkeiten, um Ameisen und Termiten zu suchen.
  3. Freilassung: mit eineinhalb Jahren wird ihnen ein Satellitenhalsband angelegt und sie werden in Reservaten wie San Alonso freigelassen.

Kulturelle und umweltbezogene Bedeutung

Der Yurumí, ein friedliches Tier, das seine langen Krallen benutzt, um Ameisenhügel zu öffnen, stellt keine Gefahr für Menschen dar. Seine Rückkehr symbolisiert die Wiederherstellung eines ausgewogeneren und vielfältigeren Küstenökosystems. Darüber hinaus stärkt es die Umweltidentität von Corrientes als Pionierprovinz in Naturschutzprojekten.

19 Jahre nach seinem Beginn ist das Wiedereinführungsprogramm des Großen Ameisenbären in Iberá ein Erfolgsbeispiel für ökologische Wiederherstellung.

Mit über 200 in Freiheit lebenden Exemplaren hat das Projekt nicht nur eine in der Provinz ausgestorbene Art wiederhergestellt, sondern auch soziale, wirtschaftliche und kulturelle Vorteile gebracht und Corrientes als Referenz für Naturschutz und nachhaltigen Tourismus gefestigt.

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