Der Braunbären-Wiederherstellungsplan in den Pyrenäen feiert 40 Jahre: 108 Exemplare und genetische Herausforderungen voraus

Das Wiederherstellungsprogramm für den Braunbären (Ursus arctos) in den Pyrenäen, das 1986 gestartet wurde, feiert sein 40-jähriges Bestehen mit einer Bilanz von 108 Exemplaren, die auf 7.100 km² verteilt sind.

Die Überwachung durch die Transnationale Arbeitsgruppe für den Braunbären (GSTOP) — die die Generalitat de Catalunya, den Conselh Generau d’Aran und die Regierungen von Andorra, Frankreich, Aragonien und Navarra umfasst — bestätigt ein stetiges Wachstum im Vergleich zu früheren Zählungen, obwohl es Warnzeichen bei der Fortpflanzung gibt.

Entwicklung der Population

Die Daten zeigen, dass im Jahr 2025 108 Bären gezählt wurden, verglichen mit 96 im Vorjahr. Allerdings sank die Geburtenrate erheblich:

  • In Katalonien wurden nur 3 Jungtiere geboren.
  • In den gesamten Pyrenäen lag die Zahl bei 8 Jungtieren, weit unter den 24, die 2024 registriert wurden.

Der Bericht warnt, dass Inzucht ein entscheidender Faktor sein könnte: Nahezu 90% der aktuellen Bären stammen von dem Männchen Pyros ab, was die genetische Vielfalt einschränkt.

Verteilung nach Geschlecht und Alter

Von den insgesamt im Jahr 2025 identifizierten Exemplaren:

  • 54 Weibchen (35 Erwachsene, 15 Subadulte und 4 Jungtiere).
  • 52 Männchen (24 Erwachsene, 25 Subadulte und 3 Jungtiere).
  • 2 Individuen ohne bestimmtes Geschlecht.

In Katalonien liegt die Zählung bei 54 Bären, mit einer Vergrößerung des Verbreitungsgebiets auf 1.963 km², 150 mehr als 2024.

oso pardo
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Sterblichkeit und Verschwinden

Im Jahr 2025 wurden 10 Exemplare als tot oder verschwunden gemeldet, während weitere 5 nicht entdeckt wurden, obwohl sie noch nicht offiziell als verschwunden gelten.

Die Sterblichkeit und das Fehlen von Entdeckungen sind Faktoren, die die Techniker beunruhigen, da sie die Stabilität der Population beeinträchtigen.

Genetischer und reproduktiver Kontext

Seit 1996 hat die GSTOP die Fortpflanzungsteilnahme von 35 Weibchen und 21 Männchen sowie 15 Würfen von nicht identifizierten Männchen registriert. Für 2026 wird geschätzt, dass zwischen 29 und 31 Weibchen in der Lage sein könnten, sich fortzupflanzen.

Der französische Bericht Etat des lieux de la population d’ours (Pays de l’Ours–Adet) betonte 2024, dass die meisten der aktuellen Bären von nur drei Individuen aus Slowenien abstammen, was auf eine arme und sich verschlechternde genetische Situation hinweist.

Besetztes Gebiet

Das insgesamt vom Braunbären in den Pyrenäen besetzte Gebiet wird auf 7.100 km² geschätzt, eine Reduzierung um 100 km² im Vergleich zu 2024, jedoch ähnlich wie 2023. Der allgemeine Trend seit 1996 ist eine anhaltende Expansion, ein Spiegelbild des demografischen Wachstums, obwohl es in letzter Zeit Schwankungen gibt.

Das Wiederherstellungsprogramm für den Braunbären in den Pyrenäen hat in vier Jahrzehnten bemerkenswerte Fortschritte erzielt, von einer kritischen Population zu über hundert Exemplaren. Die aktuellen Herausforderungen — wie die niedrige Geburtenrate, Inzucht und Sterblichkeit — unterstreichen jedoch die Notwendigkeit, die Erhaltungsstrategien zu verstärken, die Genetik zu diversifizieren und den Schutz der Lebensräume zu gewährleisten. Die Zukunft des Bären in den Pyrenäen wird davon abhängen, ein Gleichgewicht zwischen territorialer Expansion und genetischer Nachhaltigkeit zu wahren.

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