Der Nationalpark Nahuel Huapi verstärkt weiterhin seine Maßnahmen zur Reduzierung der Überfahrungen von Wildtieren durch die Installation neuer Verkehrsschilder an strategischen Stellen. Ziel ist es, auf das Vorkommen einheimischer Arten aufmerksam zu machen und an die Bedeutung der Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen innerhalb des Schutzgebiets zu erinnern.
Diese Maßnahmen zielen darauf ab, eine verantwortungsvolle und aufmerksame Fahrweise zu fördern, um unwiederbringliche Verluste für die Biodiversität des Parks zu vermeiden.
Fokus auf die Huiña-Katze
In Zusammenarbeit mit der Gruppe für Ökologie und Erhaltung der Raubtiere Patagoniens (GECCaP), die dem CONICET und CENAC angehört, wurden fünf speziell der Huiña-Katze (Leopardus guigna) gewidmete Schilder installiert.
- Drei Schilder wurden von der Guiña Working Group (GWG), einer binationalen Gruppe zwischen Chile und Argentinien, zusammen mit der Fundación ConGarra de Chile im Rahmen der Kampagne #Lentoporlafauna gespendet.
- Die anderen beiden wurden von Fachleuten des Nationalparks Nahuel Huapi entworfen.
Die Standorte umfassten die Nationalstraßen 40 und 231 sowie die Provinzstraßen 81 und 83, die auf Grundlage von Aufzeichnungen durch Fotofallen ausgewählt wurden, die Gebiete mit höherem Vorkommen der Art identifizierten.
Erhaltungszustand der Huiña-Katze
Das Überfahren von Wildtieren stellt eine konkrete Bedrohung dar. Am 12. November wurde der Tod eines Exemplars auf der Straße zum internationalen Grenzübergang Cardenal Samoré registriert, was Besorgnis auslöste.
- Weltweit ist die Huiña-Katze als „gering gefährdet“ eingestuft.
- In Argentinien wird sie als „gefährdet“ kategorisiert, mit knappen und bedrohten Populationen.
- Überfahrungen auf Straßen sind einer der Hauptdruckfaktoren, denen sie ausgesetzt ist, was die Notwendigkeit präventiver Maßnahmen unterstreicht.

Auswirkungen und Vorteile der Beschilderung
Die Installation von Schildern schützt nicht nur die Tierwelt, sondern trägt auch zur menschlichen Verkehrssicherheit bei. Zu den Vorteilen gehören:
- Auswirkungen auf die Biodiversität: Überfahrungen sind eine der Hauptursachen für nicht natürliche Sterblichkeit in Schutzgebieten, sogar mehr als Wilderei.
- Verkehrssicherheit: Das unerwartete Überqueren von Tieren zu vermeiden, verhindert schwere Unfälle.
- Lebensraumfragmentierung: Straßen wirken als Barrieren, die Ökosysteme trennen; die Beschilderung hilft, dieses Risiko zu mindern.
- Erhaltung und Bewusstseinsbildung: Die Erfassung von Daten über Überfahrungen ermöglicht die Umsetzung von Maßnahmen wie Geschwindigkeitsreduzierung und die Schaffung von Wildtierüberführungen.
Einladung an die Besucher
Der Nationalpark Nahuel Huapi lädt alle, die das Gebiet durchqueren, ein, die neue Beschilderung zu respektieren, die Geschwindigkeit zu reduzieren und vorsichtig zu fahren. Auf diese Weise trägt man zum Schutz der Wildtiere und zur Erhaltung eines einzigartigen Ökosystems in Patagonien bei.
Der Kampf gegen das Überfahren von Wildtieren ist entscheidend, um die Biodiversität zu erhalten und ein verantwortungsvolles Zusammenleben zwischen menschlicher Entwicklung und Natur zu gewährleisten. Die Initiative in Nahuel Huapi zeigt den Wert der internationalen Zusammenarbeit und die Bedeutung einfacher, aber effektiver Maßnahmen zum Schutz gefährdeter Arten wie der Huiña-Katze.



