Sturmserie in Spanien: Über tausend gestrandete Seevögel in Galicien und Umgebung gefunden

Die NGO SEO/BirdLife hat auf das Auftreten von fast tausend gestrandeten Seevögeln an den Küsten Galiciens hingewiesen, insbesondere zwischen den Rías Baixas und der Costa da Morte, und in geringerem Maße in Kantabrien und Asturien. Auch an der Atlantikküste Frankreichs und im Norden Portugals wurden Fälle registriert.

Hauptsächlich betroffen ist der Atlantik-Puffin, eine Art, die in Nordeuropa (Island, Norwegen, Irland und Großbritannien) brütet und den Winter in spanischen Gewässern verbringt.

Bisher wurden mehr als 800 Puffins gezählt, die meisten tot und einige lebend in schlechtem Zustand, die in Wildtierauffangstationen gebracht wurden. Mehrere trugen wissenschaftliche Ringe, die ihre Herkunft aus britischen Kolonien bestätigten.

Ursachen des Phänomens

SEO/BirdLife erklärte, dass diese Vögel den größten Teil des Winters auf hoher See verbringen. Während der Stürme werden sie geschwächt, da sie gegen die Stürme kämpfen und Schwierigkeiten beim Fischen haben, was zu Erschöpfung und Verhungern führt.

Außerdem berichtete in Frankreich die Französische Liga für Vogelschutz (LPO), dass einige Vögel mit Öl verschmiert aufgefunden wurden, was mit den Verschmutzungen der Tanker Tanio (1980) und Erika (1999) übereinstimmt, die noch immer kleine Mengen Kohlenwasserstoffe freisetzen. In Galicien wurden ebenfalls Vögel mit Ölflecken entdeckt, obwohl angenommen wird, dass diese von kleineren Schiffsverschmutzungen und nicht von diesen Schiffsunglücken stammen, aufgrund der Windrichtung.

gestrandete Seevögel
Mehr als tausend gestrandete Seevögel wurden in Galicien gemeldet.

Überwachungswerkzeuge und Bürgerbeteiligung

Die NGO sammelt Daten über die Anwendung ICAO (Inspección Costera de Aves Orilladas), die für iOS und Android verfügbar ist und es jedem Bürger ermöglicht, Funde von verletzten oder toten Seevögeln an Stränden und Küsten zu melden.

SEO/BirdLife ermutigt die Bürger, die App zu nutzen, um Fälle zu registrieren, und erinnert daran, dass, wenn man einen gestrandeten Vogel findet, dieser nicht manipuliert werden sollte, um das Risiko der Krankheitsübertragung zu vermeiden. Stattdessen wird empfohlen, das Provinzielle Wildtierauffangzentrum (CRF) oder die 112 anzurufen.

Ökologische Auswirkungen

Diese Vorfälle verdeutlichen die Verwundbarkeit der Seevögel gegenüber extremen Wetterereignissen und Verschmutzung. Der Atlantik-Puffin, der bereits als rückläufige Art gilt, sieht sich durch die Kombination von Stürmen, Nahrungsmangel und Kohlenwasserstoffverschmutzungen einem zusätzlichen Risiko ausgesetzt.

Das Sturmtief, das den Atlantik betrifft, hat ein besorgniserregendes Bild hinterlassen: Hunderte von geschwächten oder toten Puffins an den Küsten Galiciens und anderen Teilen Europas. Die Situation unterstreicht die Notwendigkeit, den Schutz der Seevögel zu verstärken, die Verwaltung von Verschmutzungen zu verbessern und die Bürgerbeteiligung bei der Überwachung der Biodiversität zu fördern.

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