Die Ortschaft Colonia Carlos Pellegrini in Corrientes wurde von der UNWTO als eines der besten touristischen Dörfer der Welt in der Ausgabe 2025 des Programms Best Tourism Villages ausgezeichnet.
Die in China verliehene Anerkennung hebt die Fähigkeit des Dorfes hervor, seine Traditionen zu bewahren und das Ökosystem zu schützen der Laguna Iberá, einem Ramsar-Gebiet von 1.300.000 Hektar, das eines der bedeutendsten und artenreichsten Feuchtgebiete Südamerikas darstellt.
Die lokale Gemeinschaft hat ein nachhaltiges Modell übernommen, in dem ein großer Teil der Bevölkerung direkt oder indirekt in Freizeitaktivitäten arbeitet, die natürlichen Ressourcen schützt und ein harmonisches Zusammenleben zwischen Besuchern und Bewohnern fördert.
Erlebnis Iberá: mehr als nur Beobachtung
Besucher von Carlos Pellegrini finden ein umfassendes Angebot, das über den konventionellen Tourismus hinausgeht:
- Interpretationszentrum: Bildungsraum, um den Reichtum des Iberá zu verstehen.
- Dschungel- und Graslandpfade: Lebensraum von Capybaras und über 350 Vogelarten.
- Bootsausflüge: ideal, um die Sonnenuntergänge über der Lagune zu betrachten.
- Ruderboot: traditionelle und leise Navigation durch enge Kanäle.
- Nachtwanderungen: einzigartige Gelegenheit, die Tierwelt unter dem Sternenhimmel zu entdecken.
- Regionale Kultur: Mate, Grillen auf dem städtischen Campingplatz, Kunsthandwerk und traditionelle Architektur runden das Erlebnis ab.
Langsamer und gemeinschaftlicher Tourismus
Das Tourismusmodell von Pellegrini entfernt sich vom schnellen und massiven Konsum und schlägt einen langsamen Tourismus vor, der den Besucher mit der kulturellen Identität und dem natürlichen Erbe verbindet. Die Gemeinschaft arbeitet umfassend daran, Reisende zu empfangen, lokale Ressourcen zu schätzen und die Erhaltung emblematischer Arten wie den Jaguar und den Sumpfhirsch zu fördern.
Dieser Ansatz macht das Dorf zu einem Beispiel dafür, wie Tourismus eine treibende Kraft für Entwicklung sein kann, ohne die Nachhaltigkeit aus den Augen zu verlieren. Die gemeinschaftliche Beteiligung stellt sicher, dass die wirtschaftlichen Vorteile gerecht verteilt werden, die lokale Identität gestärkt wird und ein positiver Kreislauf zwischen Erhaltung und Entwicklung entsteht.

Geteilte Anerkennungen
Argentinien feierte in derselben Ausgabe weitere Erfolge:
- Maimará (Jujuy): ausgezeichnet für seine Landschaft der Paleta del Pintor, die die internationale Jury beeindruckte.
- San Javier und Yacanto (Córdoba): im Programm Upgrade ausgezeichnet, wodurch ihr Profil als nachhaltige Tourismusziele gestärkt wurde.
Diese Anerkennungen stärken die Position Argentiniens als weltweiter Bezugspunkt für Reiseziele, die den direkten Kontakt mit der Natur und der kulturellen Identität fördern.
Auswirkungen auf den nationalen Tourismus
Die Auszeichnung der UN positioniert nicht nur Carlos Pellegrini auf der internationalen Landkarte, sondern steigert auch die Sichtbarkeit der Esteros del Iberá als Schlüsselziel für nachhaltigen Tourismus in Argentinien. Solche Anerkennungen ziehen Besucher an, die an authentischen Erlebnissen interessiert sind, was die regionale Wirtschaft stärkt und die Erhaltung eines der wertvollsten Ökosysteme des Landes fördert.
Darüber hinaus trägt der Preis dazu bei, das Image Argentiniens als ein Land zu festigen, das auf verantwortungsvollen Tourismus setzt, der in der Lage ist, wirtschaftliche Entwicklung mit dem Schutz seines natürlichen und kulturellen Erbes in Einklang zu bringen.
Die Wahl von Colonia Carlos Pellegrini als eines der besten touristischen Dörfer der Welt bestätigt den Wert der Esteros del Iberá als Natur- und Kulturerbe. Das gemeinschaftliche und nachhaltige Modell der Ortschaft zeigt, dass es möglich ist, touristische Entwicklung mit Umweltschutz zu verbinden und ein authentisches Erlebnis zu bieten, das die Besucher mit dem Wesen der argentinischen Küstenregion verbindet.



