In der Provinz Neuquén gibt es ein Dorf mit nur 200 Einwohnern, das jeden Sommer seinen ruhigen Rhythmus gegen die touristische Lebhaftigkeit eintauscht. Es handelt sich um Mari Menuco, eine Gemeinde, die von der ländlichen Ruhe und ihrer Nähe zum gleichnamigen See lebt, aber in der Sommersaison Karawanen von Besuchern empfängt, die mit Autos anreisen, Zelte auf organisierten Campingplätzen aufschlagen oder die freien Strände genießen.
Das tägliche Leben dort verläuft mit der Gelassenheit eines Ortes, an dem sich jeder kennt und die Tage nach Sonne und Wind der Steppe gemessen werden. Doch seine kristallklare und warme Bucht wird zu einem unwiderstehlichen Magneten für Tausende von Touristen, die Erfrischung und Verbindung mit der Natur suchen.
Der See und seine Attraktionen
Der See Mari Menuco ist ein künstliches Reservoir, das vom Fluss Neuquén gespeist wird. Sein türkisfarbenes und warmes Wasser macht ihn zu einer Oase inmitten der patagonischen Steppe. Die Hauptbucht verfügt über Campingplätze mit Grills, einem Laden, Baumschatten und Strom, was den Aufenthalt derjenigen erleichtert, die für einen Tag oder ein Wochenende kommen.
Es gibt viele Aktivitäten: Wassersportarten wie Windsurfen, Jetski, Kanufahren und Segeln sind dank des konstanten Windes und des ruhigen Wassers beliebt.
Sportfischen zieht Enthusiasten an, die nach Pejerreyes und Forellen suchen, während das Tauchen ein überraschendes „Unterwassermuseum“ mit versunkenen Skulpturen offenbart. Trekking durch die Hügel, Vogelbeobachtung und unvergessliche Sonnenuntergänge runden das Angebot ab.
Tradition und Tourismus
Der Name Mari Menuco stammt aus dem Mapudungun und bedeutet „zehn Sümpfe“, was an die mit Wasser und Land verbundene Geschichte erinnert. Obwohl klein, hat seine strategische Lage es zu einem aufstrebenden Reiseziel gemacht, das den Frieden eines ländlichen Dorfes mit der sommerlichen touristischen Vitalität verbindet.
Die Bucht erfrischt nicht nur den Körper, sondern belebt auch die lokale Wirtschaft und hält die Mapuche-Traditionen in einer einzigartigen natürlichen Umgebung lebendig.

Wie man nach Mari Menuco kommt
Von Neuquén Hauptstadt dauert die Fahrt etwa eine Stunde:
- Über Ruta 7 und Ruta 51 erreicht man den See nach etwa 40 km.
- Über Autovía Norte und Ruta 67 vermeidet man den Verkehr der Ruta 7 und kommt schneller an.
Was den Transport betrifft, ist das Auto die empfohlene Option, um die Gegend zu erkunden. Man kann auch mit dem Taxi oder Remis (etwa 50 Minuten, aber teurer) oder mit dem Bus (etwa zwei Stunden, günstiger) anreisen.
Was man in Mari Menuco tun kann
- Wassersport: Windsurfen, Wasserski, Motorbootfahren, Kanufahren und Segeln.
- Sportfischen: Fang von Pejerreyes, Forellen und Barschen, immer unter Beachtung der Vorschriften.
- Veranstaltungen: das Wakeboard Festival und das Fiesta del Lago Mari Menuco im Januar und Februar sind die beliebtesten.
- Entspannung: den Tag in den Bädern und Stränden während der warmen Monate verbringen.
- Wandern: Routen und nahegelegene Aussichtspunkte erkunden, wie die von AllTrails empfohlenen.
Tipps für Besucher
Die lokalen Behörden empfehlen, den Müll mitzunehmen, die Angelvorschriften zu beachten und zu bedenken, dass der See im Sommer ein sehr beliebtes Ziel ist, um der Hitze zu entkommen.
Mari Menuco ist das perfekte Beispiel für den Kontrast zwischen der Ruhe eines kleinen Dorfes und der touristischen Energie, die es jeden Sommer überflutet. Seine kristallklare Bucht, seine nautischen Aktivitäten und seine natürliche Umgebung machen es zu einem patagonischen Zufluchtsort, der jedes Jahr Tausende von Besuchern anzieht, die Erholung, Abenteuer und Verbindung mit der Natur suchen.



