Umweltorganisationen, Anwohner und Touristen führten am Mittwoch eine symbolische Umarmung des Gletschers Perito Moreno durch, um die Gletscher-Gesetzgebung zu verteidigen.
Die Demonstration zielte darauf ab, den Widerstand gegen die vom nationale Regierung geförderte Reform sichtbar zu machen, die die Ausbeutung von Kohlenwasserstoffen und Bergbau in Gletscher- und Periglazialgebieten erleichtern könnte.
Der Aufruf fand auf den Stegen des Nationalparks Los Glaciares in Santa Cruz statt.
Um 13 Uhr versammelten sich Dutzende von Aktivisten vor der imposanten Eismasse, um ihre Besorgnis über die Zukunft dieser strategischen Ökosysteme auszudrücken und die aktuelle Gletscher-Gesetzgebung zu verteidigen.

Die Regierung versucht, die Gletscher-Gesetzgebung im Kongress zu ändern
Die Umarmung zur Verteidigung der Gletscher-Gesetzgebung fand im Rahmen der gesetzgeberischen Debatte über deren mögliche Änderung statt.
Die Regierung von Javier Milei beharrt auf dem Thema und hat daher eine Reform des Gesetzes Nr. 26.639 auf die Tagesordnung der außerordentlichen Sitzungen des Kongresses gesetzt.
Diese begannen am 2. Februar und werden bis zum 27. desselben Monats andauern, und das offizielle Projekt hat bereits günstige Stellungnahmen in den Senatsausschüssen erhalten.
Laut der Regierung zielt die Initiative darauf ab, „ihre Anwendung zu klären“, mehr Rechtssicherheit zu bieten und produktive Investitionen zu fördern, insbesondere im Zusammenhang mit der Bergbauaktivität.
Was die Reform der Gletscher-Gesetzgebung vorschlägt
Der Vorschlag sieht bedeutende Änderungen im aktuellen Schutz vor. Er würde den Provinzen erlauben, zu bestimmen, welche Gletscher oder periglaziale Gebiete geschützt werden und welche aus dem Nationalen Inventar ausgeschlossen werden können.
Die Hauptpunkte umfassen:
- Übertragung an die Provinzen, um zu entscheiden, welche Gletscher geschützt werden
- Ausschluss von Gletschern ohne „relevante“ Wasserfunktion
- Abschaffung obligatorischer Umweltbewertungen
- Reduzierung des Universums der geschützten Gebiete
Umweltsektoren warnen, dass diese Änderungen die seit 2010 in der Gletscher-Gesetzgebung festgelegte Verteidigung schwächen.
Die geltende Gesetzgebung schützt nicht nur die Gletscher, sondern auch das periglaziale Umfeld, das für die Erhaltung von Süßwasser von entscheidender Bedeutung ist.

Die strategische Bedeutung der aktuellen Gesetzgebung
Laut der Weltorganisation für Meteorologie konzentrieren die Gletscher 70 % des Süßwassers des Planeten.
Insbesondere in Argentinien stellt der Nationalpark Los Glaciares eines der größten Süßwasserreservoirs dar.
„Die Verteidigung der Gletscher ist die Verteidigung von Wasser und Leben“, war eines der Mottos des Aufrufs zur Verteidigung der Gletscher-Gesetzgebung.
Die Demonstranten betonten, dass jeder Vorstoß gegen die Gesetzgebung die Schutz von Schlüsselekosystemen gefährdet.
Die Teilnehmer äußerten, dass die Reform Aktivitäten ermöglicht, die die natürlichen Ressourcen irreversibel beeinträchtigen könnten.
In diesem Sinne positionieren sie sich zur Verteidigung der geltenden Gletscher-Gesetzgebung, die als ein grundlegendes Instrument zum Schutz des Wassers vor extraktiven Interessen angesehen wird.
Die nationale Mobilisierung zur Verteidigung der Gletscher-Gesetzgebung
Die symbolische Umarmung war eine von vielen Aktionen, die in verschiedenen Städten durchgeführt wurden. El Calafate, El Chaltén, Caleta Olivia und Río Gallegos schlossen sich mit Bewusstseinsaktivitäten an.
Diese Bewegung zur Verteidigung der Gletscher-Gesetzgebung umfasste auch Informationsgespräche, das Sammeln von Unterschriften und eine nationale Kampagne, die von den Territorien aus wächst.
Die Organisationen betonten, dass diese Art von Mobilisierungen darauf abzielt, Entscheidungen zu vermeiden, die den Zugang zu Trinkwasser gefährden.
Die Gletscher-Gesetzgebung wurde 2010 nach Jahren des Kampfes und der Volksmobilisierung verabschiedet. Der damals erkämpfte Schutz steht nun vor einer neuen Herausforderung angesichts des Vorstoßes von extraktiven Projekten in der patagonischen Region.



