Die Bedeutung der Wiederherstellung von Quellgebieten in Patagonien und ihre Auswirkungen: Feuchtgebiete, die wieder zum Leben erwachen

In der trockenen patagonischen Steppe hat das Wasser dank eines Restaurierungsprojekts in Santa Cruz wieder seinen Weg gefunden. Es handelt sich nicht um große Flüsse oder Seen, sondern um unterirdische Quellen, die bei ihrem Wiederauftauchen Feuchtgebiete regenerieren und das ökologische Gleichgewicht der Region wiederherstellen.

Die Arbeit begann 2018 im Parque Patagonia mit der Entfernung von Vieh und Zäunen, die das Land degradiert hatten. Seitdem arbeiten wissenschaftliche und technische Teams der Fundación Rewilding Argentina an der Wiederherstellung dieser lebenswichtigen Systeme.

Die Rolle der Parkwächter

Román Mosqueira, Parkwächter und Mitglied der Biologischen Station El Unco, erklärt, dass die Quellen „wie Oasen“ inmitten der Steppe sind. Ihre Wiederherstellung verbessert nicht nur die Landschaft, sondern definiert das ökologische Gleichgewicht der gesamten Region neu.

Gebürtig aus Chubut und Absolvent in Córdoba, trat Román 2023 Rewilding bei. Heute leitet er Projekte zur Wiederherstellung von Feuchtgebieten und zur Kontrolle invasiver Arten. „Das Ziel ist nicht, etwas Neues zu bauen, sondern dem System zu helfen, wieder zu funktionieren“, fasst er im Gespräch mit dem Portal Río Negro zusammen.

Konkrete Maßnahmen

Die Restaurierungsarbeiten umfassen:

  • Reinigung verstopfter Wasserläufe.
  • Entfernung invasiver exotischer Arten wie Minze und Brunnenkresse.
  • Umleitung von Quellen und kleine Rückhaltebecken zur Regulierung des Flusses.
  • Pflanzung einheimischer Arten wie Binsen und Sauergräser.

Das Ergebnis ist sichtbar: ein Feuchtgebiet, das in vier Jahren von 8 auf 30 Hektar gewachsen ist und weiter wächst. Derzeit arbeitet das Team an sechs aktiven Quellen, obwohl im Park mehr als 100 identifiziert wurden.

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Die Feuchtgebiete in der patagonischen Steppe sind lebenswichtig, ihre Wiederherstellung verändert die Landschaft von Santa Cruz.

Anzeichen der Erholung

Die Regeneration erfolgt in drei Phasen:

  1. Wasser: fließt kontinuierlicher und bleibt an der Oberfläche.
  2. Vegetation: hydrophile Arten kehren zurück und grüne Zonen breiten sich aus.
  3. Fauna: Vögel und Säugetiere tauchen auf, was bestätigt, dass das System wieder funktioniert.

Ökologischer und gemeinschaftlicher Wert

In trockenen Umgebungen spielen Feuchtgebiete eine Schlüsselrolle: Sie speichern Wasser, halten Böden feucht und ermöglichen die Entwicklung von Vegetation. Darüber hinaus beinhaltet die Restaurierung eine gemeinschaftliche Komponente: Die lokalen Bewohner tragen Wissen über die Quellen und die historische Nutzung des Gebiets bei.

Die Erfahrung im Parque Patagonia zeigt, dass Ökosysteme die Fähigkeit zur Resilienz haben. Nach Jahren der Degradierung können sie sich mit Zeit und geeigneten Bedingungen regenerieren. „Vielleicht wird es nicht genau wie früher, aber es geht darum, ein Gleichgewicht zu finden, das es dem Leben ermöglicht, sich weiter zu erhalten“, reflektiert Mosqueira.

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