Inmitten der nationalen Diskussion über ein klärendes Gesetz zum Gletscher-Gesetz hat die Provinz San Juan — eine der Regionen mit der größten Eisfläche des Landes — eine entscheidende wissenschaftliche Analyse vorgestellt: eine provinzielle Gletscherkarte, die nach 15 Jahren Studien und Aktualisierungen erstellt wurde.
Die Arbeit wurde von Magister Silvio Pastore, dem Koordinator des Geologie-, Glaziologie-, Nivologie- und Klimawandelkabinetts der Nationalen Universität von San Juan (UNSJ), präsentiert, der zudem auf die technischen Mängel hinwies, die seiner Meinung nach die geltende Gesetzgebung aufweist. Seine Beobachtungen stimmen mit den Forderungen der Provinzregierung und der Bergbausektoren überein, die eine genauere Regulierung anstreben.
Gletscherinventar von San Juan: aktualisierte Daten
San Juan ist die einzige argentinische Provinz, die ihr eigenes provinzielles Gletscherinventar erstellt hat, das regelmäßig aktualisiert wird. Die von Pastore präsentierten Zahlen sind eindrucksvoll:
- Inventar 2017 (Einzugsgebiet des Río San Juan): 5.530 Gletscher, weniger als 500 km².
- Provinzielles Inventar 2018: Insgesamt 6.174 Gletscher mit einer Fläche von 596,8 km².
- Aktualisierung 2022 (Einzugsgebiet des Río San Juan): 3.912 Gletscher, 471,59 km².
Diese Daten positionieren San Juan als die drittgrößte Provinz mit der größten Gletscherfläche des Landes, mit fast 11 % der nationalen Gesamtfläche, hinter Santa Cruz (≈60 %) und Mendoza (≈21,5 %).
Außerdem stammen 74 % des festen Wassers der Provinz aus der Gletscherumgebung, während 26 % aus der periglazialen Umgebung stammen, wo sich die Schuttgletscher befinden.
Warnung vor dem Rückgang des Eises
Pastore war eindringlich in seiner Warnung vor der Gletscherdynamik und der Geschwindigkeit des Verfalls aufgrund des Klimawandels:
„In nur fünf Jahren hat die Provinz mehr als 50 % des Eisvolumens der Gletscherumgebung der Kordilleren aufgrund des aktuellen Klimas verloren, ein äußerst alarmierendes Phänomen in geologischen Zeiten.“
Der Experte betonte, dass die beschleunigte Reduzierung des „weißen Teils“ der Gletscher die strategischen Wasserreserven von San Juan gefährdet, die für die Wasserversorgung in der Region von entscheidender Bedeutung sind.

Technische Beobachtungen zum Gletscher-Gesetz
In einem Moment, in dem die Gesetzgebung national überprüft wird, hob Pastore vier kritische Punkte hervor, die sowohl die wissenschaftliche Forschung als auch die produktive Tätigkeit betreffen:
- Abgrenzung der periglazialen Umgebung: Das Gesetz ordnet ihren Schutz an, aber „es gibt keine weltweite Technologie, um eine Linie auf einer Karte zu ziehen, die ihre Grenze definiert“.
- Definition der strategischen Wasserreserve: Das zentrale Konzept ist leer, da die Norm Aktivitäten in strategischen Gebieten verbietet, ohne zu präzisieren, was eine Reserve ausmacht oder wer sie definiert.
- Inventar ohne klare Aktualisierungsregeln: Obwohl die Norm Überprüfungen alle fünf Jahre vorsieht, wird nicht festgelegt, wie verschwundene Körper hinzugefügt oder entfernt oder mit neuer Technologie neu klassifiziert werden sollen.
- Normative Mehrdeutigkeiten: Die technischen Mängel behindern wissenschaftliche Untersuchungen, Umweltentscheidungen und produktive Projekte in den Kordilleren.
Nationale Debatte und gesetzgeberische Projektion
Die nationale Regierung hat das klärende Projekt des Gletscher-Gesetzes auf die Tagesordnung der außerordentlichen Sitzungen des Kongresses sowohl im Abgeordnetenhaus als auch im Senat gesetzt. Gouverneure von Bergbauprovinzen, angeführt von San Juan, streben eine präzisere Gesetzgebung an, die es ermöglicht, die Ressource zu schützen, ohne wissenschaftliche oder produktive Entscheidungen zu blockieren.
Der Rückgang des Eises, das Ausmaß der festen Reserven und die technischen Inkonsistenzen der Norm — umfassend in San Juan untersucht — werden zu Schlüsselfaktoren bei der Diskussion, wie der Umweltschutz mit der produktiven Entwicklung in den Kordilleren in Einklang gebracht werden kann.
San Juan positioniert sich als zentraler Akteur in der nationalen Debatte über das Gletscher-Gesetz, indem es beispiellose wissenschaftliche Daten und Umweltwarnungen liefert, die die Dringlichkeit der Aktualisierung der Gesetzgebung verdeutlichen. Die Provinz konzentriert fast 11 % der Gletscher des Landes und sieht sich einem beschleunigten Rückgang ihrer Wasserreserven gegenüber, was ihre Erfahrung zu einem entscheidenden Beitrag für Gesetzgeber, Forscher und produktive Sektoren macht.



