Im Rahmen des Monats der Biodiversität kündigte Quito die vollständige Implementierung der Urbanen Ökologischen Lebensräume (UÖL) im Parque Bicentenario an. Dieses Projekt, geleitet vom Botanischen Garten von Quito und unterstützt von der Stadtverwaltung und dem Umweltfonds von Quito, verwandelt einen städtischen Raum in ein lebendiges Labor für Nachhaltigkeit und Resilienz.
Die Intervention umfasste 1.750 m², mit der Pflanzung von mehr als 5.900 Pflanzen aus 40 einheimischen Arten, die nach ökologischen und landschaftlichen Kriterien ausgewählt wurden. Die Ergebnisse sind eindeutig: Die Überwachung zeigt, dass die Biodiversität in diesen Bereichen bis zu fünfmal höher ist als zuvor.
Biodiversität im Herzen der Stadt
Unter den registrierten Arten hervorzuheben sind:
- Kolibris und Spatzen.
- Bestäuber wie Bienen, Hummeln, Marienkäfer und Fliegen.
- Bodenpilze, Indikatoren für ein gesundes Ökosystem.
Diese Mikroökosysteme stärken nicht nur das ökologische Gleichgewicht, sondern regulieren auch das Mikroklima und verbessern das Wohlbefinden der Besucher.
Räume für Bürger und Natur
Die UÖL wurden als Orte der Bürgerbegegnung gestaltet:
- Städtische Möbel und interpretative Beschilderung.
- Aussichtspunkte zur Vogelbeobachtung.
- Programme der Bürgerwissenschaft, die zur Teilnahme an der Überwachung der Biodiversität einladen.
Ricardo Zambrano, technischer Direktor des Botanischen Gartens, betonte, dass das Modell in anderen städtischen Räumen replizierbar ist, während Mónica Reinoso vom Umweltfonds hervorhob, dass die Investition die städtische Infrastruktur in natürliche Infrastruktur umwandelt, die Kohlenstoff einfängt, Wärmeinseln reduziert und Rückzugsorte für die Tierwelt schafft.

Bildung und offenes Wissen
Im Rahmen des Projekts wurde der Flora-Führer der Urbanen Ökologischen Lebensräume veröffentlicht, ein kostenloses Werkzeug, das die Identifizierung von Arten ermöglicht und deren Rolle im städtischen Ökosystem verständlich macht. Diese Initiative stärkt die Umweltbildung und fördert die Verbindung der Bürger mit der Natur.
Quito als regionales Vorbild
Die ecuadorianische Hauptstadt positioniert sich als innovative Stadt in der urbanen Biodiversität, indem sie naturbasierte Lösungen zur Bewältigung des Klimawandels integriert. Mit diesem Projekt definiert Quito seine Beziehung zur Umwelt neu und setzt in der Region einen Trend, indem es zeigt, dass Städte widerstandsfähige, nachhaltige und im Einklang mit dem Leben stehende Räume sein können.
Die Urbanen Ökologischen Lebensräume des Parque Bicentenario sind mehr als nur Gärten: Sie sind lebendige Mikroökosysteme, die die Biodiversität stärken, die Lebensqualität verbessern und Quito zu einem regionalen Vorbild für urbane Nachhaltigkeit machen.



