USA schreitet zur Aufhebung des Schutzes von Waldgebieten voran und öffnet Millionen Hektar Wald zur Ausbeutung.

Die US-Bundesregierung treibt eine tiefgreifende Reform der Forstpolitik voran, indem sie die seit 2001 geltende Roadless Area Conservation Rule aufhebt. Diese Regel schützte mehr als 23 Millionen Hektar unberührter Wälder, indem sie den Straßenbau und die Holzwirtschaft in den entlegensten Gebieten des Landes verhinderte.

Die Maßnahme folgt der Executive Order 14225, die im März 2025 unterzeichnet wurde und eine Erhöhung der Holzernte auf Bundesland um 25% vorschreibt. Das Landwirtschaftsministerium (USDA) unter der Leitung von Brooke Rollins hat im Juni die Absicht zur Aufhebung der Regel formalisiert. Dies eröffnet einen Verwaltungsprozess, der Ende 2026 abgeschlossen sein soll.

Umwelt- und soziale Auswirkungen

Die Aufhebung würde die sofortige Nutzung von mehr als 10 Millionen Hektar zuvor geschützter Flächen ermöglichen. Laut High Country News würde dies Schlüsselhabitate für bedrohte Arten beeinträchtigen und die Fragmentierung von Ökosystemen erhöhen. Der Straßenbau würde die Erosion, die Sedimentation von Wasserläufen und das Risiko von Waldbränden erhöhen.

Einer der sensibelsten Fälle ist der Tongass National Forest in Alaska mit 3,7 Millionen Hektar unberührten Gebieten. Die Nationen Tlingit & Haida haben beantragt, die Genehmigungen auszusetzen. Sie argumentieren, dass die Wälder für die lokale Ernährungssicherheit und die Erholung von Arten wie Hirschen, Elchen und Lachsen von entscheidender Bedeutung sind.

explotación de bosques
Die Waldnutzung in den USA steht vor bedeutenden Veränderungen.

Wirtschaft und Tourismus

Der Naturtourismus in diesen Schutzgebieten generiert jährlich mehr als 45 Milliarden USD und übertrifft damit die wirtschaftlichen Auswirkungen der intensiven Holzwirtschaft.

Darüber hinaus erfüllen mehr als 13 Millionen Hektar wesentliche Funktionen für die Bereitstellung von Trinkwasser, was 125 Millionen Menschen in den USA zugutekommt.

Reaktionen und Opposition

Die Aufhebung hat sozialen und politischen Widerstand hervorgerufen. In der Phase der öffentlichen Kommentare von 2025 unterstützten 99% der 625.000 Stellungnahmen die Beibehaltung der Roadless Rule. Organisationen wie das Center for Western Priorities und die Western Fire Chiefs Association warnen, dass die Öffnung von Straßen die versehentliche Zündung erleichtert und das Risiko unkontrollierter Brände erhöht.

Zudem wurde das Fehlen obligatorischer Konsultationen mit Stammesregierungen in 36 Bundesstaaten angeprangert, was eine Verletzung souveräner Rechte über mehr als 18 Millionen Hektar darstellt. Indigene Führer betonen, dass Konsultation und Zustimmung nicht optional sind.

Die Aufhebung der Roadless Rule stellt eine Verschiebung hin zur extraktiven Priorität dar, wobei die Gewinnung von Ressourcen über die langfristigen Umwelt- und Sozialleistungen gestellt wird.

Die nationale Debatte konzentriert sich nun auf die zukünftigen Kosten dieser Entscheidung und die Schwächung des Gründungsprinzips des Forstdienstes: „das größte Wohl für die größte Anzahl von Menschen auf lange Sicht“ bereitzustellen.

Compartí esta nota

Últimas noticias

Te pueden interesar
Te pueden interesar

Zwischen den Flüssen: Ein neues Besucherzentrum verbindet die Gemeinschaft mit der Natur im Park der Inseln und Grünen Kanäle

Im Rahmen des Weltumwelttages wurde das Besucherzentrum "Puerto Tereré"...

Eine neue Ordnung im Nationalpark Pre-Delta, die den Schutz des Espinals und seiner Ökosysteme stärkt

Der Schutz der natürlichen Ökosysteme hat ein neues Managementinstrument...