In ihrem Kampf gegen die Invasion der Burmesischen Pythons hat Florida einen unkonventionellen Verbündeten gefunden: die Opossums. Ausgestattet mit Ortungshalsbändern helfen diese Kreaturen den Biologen, die versteckten Schlangen zu lokalisieren, insbesondere in für Menschen unzugänglichen Gebieten.
Opossums: die tödliche Waffe gegen die Burmesischen Pythons
Die Entdeckung war fast zufällig. Während einer Studie über kleine Säugetiere wurde beobachtet, dass die Burmesischen Pythons die mit Ortungshalsbändern ausgestatteten Opossums fraßen. Trotz der Tragik des Vorfalls sendeten die Halsbänder weiterhin Signale, die es den Teams ermöglichten, die Schlangen zur Erfassung zu lokalisieren.
Die Methode, geleitet von Michael Cove vom North Carolina Museum of Natural Sciences, konzentriert sich darauf, erschwingliche Geräte zur Verfolgung von Schlangen im Crocodile Lake National Wildlife Refuge zu verwenden. Die gefangenen Opossums werden mit VHF-Halsbändern ausgestattet und in ihren Lebensraum zurückgebracht. Diese müssen nicht ständig überwacht werden; es reicht aus, alarmiert zu werden, wenn sie sich sechs Stunden lang nicht bewegen.
Die Anwesenheit von Burmesischen Pythons in Florida ist auf den Handel mit exotischen Haustieren zurückzuführen, und ihre Ansiedlung in den Everglades stellt eine erhebliche Bedrohung für die lokale Fauna dar. Diese Schlangen konkurrieren nicht nur um Nahrung, sondern haben auch zum drastischen Rückgang einheimischer Arten wie Waschbären und Luchse beigetragen.
Das Hauptziel der Verwendung von Opossums ist es, die größeren Pythons zu lokalisieren. Laut Daten von South Florida Sun Sentinel und CBS12 überstiegen die gefundenen Schlangen 2,4 Meter, und viele von ihnen waren Weibchen, die in der Lage gewesen wären, Dutzende von Eiern zu legen, wenn sie nicht gefangen worden wären.
Zwischen 2022 und Anfang 2023 hat dieser Ansatz die Entfernung von 18 großen Pythons in Key Largo ermöglicht. Die laufenden Bemühungen unterstreichen die Notwendigkeit innovativer Werkzeuge, um dieses anhaltende Problem anzugehen. Die Florida Fish and Wildlife Conservation Commission hat berichtet, dass seit dem Jahr 2000 mehr als 27.000 Pythons aus der natürlichen Umgebung entfernt wurden.
Diese Methode hat eine ethische Debatte über die Verwendung von lebenden Tieren in Strategien zur biologischen Kontrolle ausgelöst. Die Forscher versichern jedoch, dass die Opossums nicht als Köder verwendet werden, sondern ein bereits bestehendes Risiko in ihrer natürlichen Umgebung dokumentieren.
Das Projekt, das sich noch in der experimentellen Phase befindet, zielt darauf ab, die Anzahl der markierten Opossums insbesondere im Sommer zu erhöhen, wenn sich die Pythons mehr ernähren, um sich auf die Fortpflanzung vorzubereiten. Die Erkennung und Erfassung dieser Schlangen ist entscheidend für den Schutz der lokalen Biodiversität.



