Der Schwarzhalstaucher nistet nach einem Jahrzehnt der Abwesenheit wieder im Nationalpark Patagonien in Santa Cruz

Nach einem Jahrzehnt ohne Fortpflanzungsnachweise im Schutzgebiet hat der Hooded Grebe (Podiceps gallardoi) erneut im Nationalpark Patagonien in Santa Cruz genistet.

Dieser Fund bestätigt die Bedeutung der Schaffung des Parks und stellt einen entscheidenden Schritt für die Erholung dieser endemischen Art Argentiniens dar, deren aktuelle Population auf nur 700 Individuen geschätzt wird.

Bedrohungen für die Art

Der Hooded Grebe hat aufgrund folgender Faktoren einen deutlichen Rückgang der Population erlitten:

  • Amerikanischer Nerz, eine invasive exotische Art, die Nester und Erwachsene plündert.
  • Delfinmöwe, begünstigt durch Ressourcen, die mit menschlichen Siedlungen verbunden sind.
  • Lebensraumdegradation durch menschliche Aktivitäten.
  • Klimawandel, der die meteorologischen Bedingungen des Plateaus verändert.

Der Fund auf dem Plateau

Am Lago Buenos Aires wurden 9 Paare und 9 Küken registriert. Um die Kolonie zu schützen, errichtete ein Team von „Koloniewächtern“ ein Camp auf 1.400 m ü. M. und hielt zwischen Februar und April eine ständige Überwachung aufrecht, wobei sie extremen Kälte-, Wind- und Schneebedingungen trotzten.

Während der Kampagne wurden wissenschaftliche Informationen über Demografie, Fortpflanzungserfolg und Verhalten gesammelt, zusätzlich zum Schutz von Erwachsenen und Küken vor invasiven Arten.

Erhaltungsstrategien

Die gemeinsamen Maßnahmen zwischen dem Nationalpark Patagonien und der Fundación Macá Tobiano umfassen:

  • Überwachung potenzieller Nistlagunen.
  • Überwachung von Fortpflanzungskolonien.
  • Kontrolle exotischer Arten durch Hunde, die darauf trainiert sind, Nerzspuren zu erkennen.
  • Einsatz von Fotofallen und Patrouillenpersonal zur Erhöhung der Reaktionsfähigkeit.
Hooded Grebe
Der Hooded Grebe kehrt nach einem Jahrzehnt ohne Fortpflanzung zurück.

Ökologischer Wert von La Payunia und dem patagonischen Plateau

Der Hooded Grebe nistet ausschließlich in Plateau-Seen mit Wasserpflanzen wie der Myriophyllum quitense, die er zum Bau schwimmender Plattformen nutzt. Im Winter zieht er in die Mündungsgebiete der atlantischen Küste von Santa Cruz.

Der Schutz dieser Seen ist entscheidend, um die Fortpflanzung der Art zu gewährleisten und die Biodiversität in Südpatagonien zu erhalten.

Koordinierte Arbeit und jüngste Erfolge

Der Schutz des Hooded Grebe ist das Ergebnis einer kollektiven Anstrengung, die den Nationalpark, die Fundación Macá Tobiano, Biome, Whitley Fund for Nature, CONICET, Aves Argentinas, den Consejo Agrario Provincial und lokale Gemeinschaften einbezieht.

Einer der jüngsten Erfolge war die Eingliederung von 40.000 Hektar Privatland in öffentliches Eigentum im Jahr 2025, was den Schutz des Gebiets stärkt und seine Erhaltung auf Dauer sichert.

Die Rückkehr des Hooded Grebe als nistende Art im Nationalpark Patagonien ist ein Sieg für den argentinischen Naturschutz. Dieser Nachweis bringt nicht nur Hoffnung für die Erholung der Population, sondern zeigt auch die Bedeutung der koordinierten Verwaltung zwischen Institutionen, Gemeinschaften und Produzenten zum Schutz der Biodiversität in einem Kontext wachsender Bedrohungen.

Compartí esta nota

Últimas noticias

Te pueden interesar
Te pueden interesar

Erfolgreiche Rückkehr eines See-Elefanten ins Meer in San Clemente del Tuyú nach Rehabilitation

Ein junges Exemplar des Südlichen See-Elefanten (Mirounga leonina) wurde...

Mehr als 350 Schildkröten wurden bei einem Einsatz in Mexiko gerettet: Sie waren zwischen Waren versteckt

Der illegale Handel mit Wildtieren hat erneut die Umweltwarnungen...

Corrientes feiert die Geburt des 50. Jaguars in Freiheit, eine historische Rückkehr im Iberá-Nationalpark

Die Fundación Rewilding Argentina hat die Geburt eines neuen...

Umweltorganisationen in Mendoza starten eine Kampagne zur Schließung der Schlangenfarm der Provinz

Eine neue Kampagne, die von Umweltorganisationen vorangetrieben wird, hat...