BURT: Ein 15-jähriger Teenager entwickelte eine bionische Roboter-Schildkröte zur Erkennung von Bedrohungen in den Ozeanen

Der Kanadier Evan Budz, ein Schüler aus Burlington (Ontario), hat eine bionische Unterwasser-Roboterschildkröte entwickelt, inspiriert von einer Schnappschildkröte, die er während eines Campingausflugs beobachtete. Sein Ziel: ein autonomes Gerät zu entwerfen, das Meeresökosysteme überwachen kann, ohne sie zu stören.

„Ich möchte die Orte schützen, die mir am Herzen liegen, ohne sie zu schädigen“, sagt Budz, der seine Erfindung BURT (Bionic Underwater Robotic Turtle) nannte.

Design und Funktionsweise

BURT imitiert die Kinematik einer Grünen Meeresschildkröte:

  • Vier Flossen: Die vorderen treiben an, die hinteren stabilisieren und lenken.
  • Acrylkörper: beherbergt elektronische Komponenten und einen Raspberry Pi-Mikrocomputer.
  • Sensoren und Frontkamera: erkennen Mikroplastik, invasive Arten und Korallenbleiche.
  • GPS und Gittermuster: ermöglicht kabelloses Navigieren, im Gegensatz zu traditionellen Unterwasserdrohnen.
  • Neutrale Auftriebskraft: erreicht durch zusätzliches Gewicht für größere Tiefen.
  • Autonomie: bis zu 8 Stunden mit Lithiumbatterie, erweiterbar durch ein Solarpanel.

Technologische Innovation

Budz nutzte SolidWorks, um die Teile in 3D zu entwerfen, und studierte die Fortbewegung von Meeresschildkröten in lokalen Aquarien. BURT schwimmt mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 0,8 km/h und repliziert dabei die natürliche Bewegung originalgetreu.

Darüber hinaus integrierte der junge Entwickler:

  • Frontlichter für trübes Wasser.
  • Ultraschallwandler zur Hinderniserkennung.
  • Holografisches Bildgebungssystem, das zusammen mit einem neuronalen Netzwerk winzige Partikel wie Mikroplastik klassifiziert.
tortuga robótica
Die Roboter-Schildkröte von Evan Budz ist darauf ausgelegt, Mikroplastik und invasive Arten in Meeresökosystemen zu erkennen.

Tests und Ergebnisse

Die ersten Tests wurden im Pool seiner Großeltern durchgeführt, wo Budz Korallenriffe mit 3D-Modellen simulierte. BURT konnte Korallenbleiche mit einer Genauigkeit von 96 % erkennen.

Der nächste Schritt wird sein, den Roboter in realen Umgebungen einzusetzen, um seine Leistung in verschiedenen Tiefen und Meeresbedingungen zu überprüfen.

Anerkennungen

Die Erfindung hat bereits bedeutende Auszeichnungen erhalten:

  • Erster Platz beim Europäischen Wettbewerb für junge Wissenschaftler (2025) in Lettland.
  • Preis auf der Nationalen Wissenschaftsmesse Kanadas, bei der mehr als 25.000 Schüler konkurrieren.

Zukunftsvision

Budz träumt davon, eine Flotte von Roboter-Schildkröten einzusetzen, um die Ozeane zu überwachen:

  • Korallenbleiche.
  • Invasive Arten.
  • Mikroplastik und Meeresverschmutzung.

Sein Projekt zeigt, wie Biomimetik und künstliche Intelligenz kombiniert werden können, um nachhaltige Lösungen zu schaffen, die Ökosysteme schützen, ohne sie zu schädigen.

BURT ist mehr als ein Roboter: Er ist ein Beispiel dafür, wie die Kreativität der Jugend innovative Werkzeuge zur Bewältigung der ökologischen Bedrohungen des 21. Jahrhunderts liefern kann. Inspiriert von der Natur und unterstützt durch Technologie, öffnet diese Erfindung die Tür zu einer Zukunft, in der der Meeresschutz mit Respekt und Präzision durchgeführt wird.

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